Schimmelschreck

Roquefort, Camembert oder Gorgonzola würde es ohne ihn nicht geben: den Schimmel. Während er bei diesen Spezialitäten den Käse zur Delikatesse macht, ist er in anderen Bereichen mehr als unerwünscht. Kaum eine andere Pflanzenart ist in ihrer Vielfalt gleichzeitig so hilfreich wie auch gefährdend.
Schimmelschreck
Was die Lebensmittel betrifft, ist der Schimmelpilz eigentlich in den wenigsten Fällen gesund, im Gegenteil verdorbene Lebensmittel tragen meist den blauen Pelz als sicheres Zeichen ungenießbar geworden zu sein. Sie sind der Grund, dass jährlich bis zu einem Viertel der Lebensmittelernte weggeworfen werden müssen.

Per Zufall wurde vor einiger Zeit herausgefunden, was den giftigen Substanzen im Nu den Garaus macht: Blaues Licht!

Obwohl Schimmel bei minus 10 Grad auf Lebensmitteln weiterwachsen kann und Temperaturen bis 300 Grad standhält, kann Licht ein Mittel sein, was den Wachstum stoppt. Auf die Intensität des Lichtes kommt es dem Schimmel an. Im Dunkeln verbreiten sich Schimmelpilz sehr viel schneller, als wenn er Licht ausgesetzt ist. Dabei haben verschiedene Lichtfarben unterschiedliche Wirkungsgrade, da sie unterschiedliche Wellenlängen besitzen. Blaues Licht ist der größte Gegner des Schimmelpilzes. Unter ihm wird kein Toxin mehr produziert und das Wachstum reduziert. Der Grund für dieses Verhalten liegt darin, dass Schimmelpilze über Lichtrezeptoren verfügen und somit, blaues von rotem Licht unterscheiden können. Die unterschiedlichen Wellenlängen werden vom Pilz wahrgenommen und führen dazu, dass ein genetisches Programm abläuft.
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Die Erfinderin Frau Thomas hat sich diese wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Nutzen gemacht. Das blau leuchtende Gespenst, das sie erfunden hat, ist als Schimmelschreck für den Kühlschrank gedacht und sorgt als hygienischer Helfer. Mit dem innovativen, guten Hausgeist bleiben Lebensmittel länger frisch und können bedenkenlos verzehrt werden.

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