Die Evolution des Internets: Live-Streams als höchste Stufe der Vernetzung?

Das Internet hat viele Facetten des menschlichen Lebens von Grund auf verändert. Zum einen haben wir die Vernetzung durch E-Mail, Messenger und Social Media erfahren, was uns erlaubt, mit Freunden und Familie besser in Kontakt bleiben oder neue Kontakte überall auf der Welt zu knüpfen. Dazu kommt der freie Informationsfluss, der es jedem ermöglicht, sich im Internet über alle möglichen Themen zu erkundigen, ohne in die nächste Bibliothek gehen zu müssen; oder man schaue sich die zahlreichen Onlinestores an, dank derer wir bequem von zuhause aus shoppen können. Dieser komplette Wandel hat nicht nur unser privates Leben, sondern auch die Geschäftswelt verändert, die sich an diesen Trend angepasst hat und damit eine Revolution ausgelöst hat.


Quelle: Pixabay

Durch immer besser werdende Technologie und leistungsstärkere Smartphones wachsen auch die Möglichkeiten im Internet immer weiter an. Dies kann man besonders gut an der Entwicklung des Live-Streamings beobachten. Schon in den 90er Jahren wurde an der Universität Cambridge das Experiment gestartet, per Bildübertragung den Füllstand einer Kaffeemaschine im Internet zu beobachten. Diese Idee war praktisch der Vorläufer der heute wohlbekannten Webcam. In den 90er Jahren bis hin zur Jahrtausendwende folgte eine Art Boom, da viele Unternehmen auf Streamingservices setzen wollten. Man ging davon aus, dass die Wirtschaft eine webdienstbasierte Dienstleistungswende nehmen würde. Vor diesem Hintergrund testete das Unternehmen Intel in den USA z. B., ob man den Kundendienst als Live-Stream anbieten könnte. Mit dem NetAid-Konzert von 1999 sollte das größte Live-Stream-Event der Geschichte verkündet werden, das in über 130 Ländern auf Fernseh- und Radiosendern übertragen werden sollte. Doch die Verbindung war alles andere als optimal, die Qualität von Bild und Ton hatte beträchtliche Defizite. Realistisch gesehen befand sich das Internet damals nur in einer Art Hype-Phase, für den die Welt noch nicht bereit war, denn zu dem Zeitpunkt waren die meisten Nutzer durchschnittlich nur wenige Minuten täglich online.

Dieses Geschäftsmodell hatte sich also nicht behaupten können, dennoch konnte dank dieser Experimente viel Erfahrung gesammelt werden und man kann die damaligen Versuche als Pionierarbeit des aktuellen Internets betrachten. Heutzutage ist das Live-Streaming wesentlich ausgereifter. Das gilt zum einen für die technologische Ebene, da durch bessere Breitbandverbindungen wie Glasfaserkabel, auch immer mehr Datenpakete und somit höhere Auflösungen flüssig übertragen werden können.
Kommerziell betrachtet hat sich eine Art Pragmatismus eingestellt, Live-Streams beschränken sich heutzutage nur noch auf die Dienstleistungsbranche. Sie kommen zum Einsatz bei öffentlich-rechtlichen Sendern, die Teile ihres Programms auch online zur Verfügung stellen und Nutzern damit ermöglichen, unabhängiger vom Fernsehen und damit flexibler zu werden. Darüber hinaus sind es auch Online Games, bei denen Live-Streams immer wichtiger werden. Hierbei besteht das Hauptziel natürlich darin, dass Anwendern ermöglicht wird, sich praktisch wie vor Ort fühlen zu können. So gibt es Anbieter wie das William Hill Live Casino, die beliebte Spiele wie Poker, Roulette und Blackjack online stellen und Spielern anbieten, via Stream live mitspielen zu können. Insbesondere ist der Live-Stream aber auch für andere Online Games wichtig, wie dem immer populärer werdenden E-Sport, bei dem Turniere im Internet gestreamed werden. Das Gleiche gilt ebenfalls für den konventionellen Sport, bei dem Sender immer häufiger auch den Service eines Live-Streams zur Verfügung stellen.
Privat oder auch geschäftlich haben Menschen heutzutage die Möglichkeit, mithilfe verschiedener Apps miteinander per Videochat kommunizieren zu können, die Webcam gehört zur Standardausrüstung eines jeden Laptops dazu. Wird sich etwas grundlegendes in der Zukunft ändern? Es bleibt abzuwarten, welchen Einfluss neue Technologien wie z. B. die VR auf die Zukunft des Live-Streams haben werden.

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