Posts Tagged ‘WM 2010’

Warum kein “intelligenter Ball” als Schiedsrichterhilfe?

Posted in Allgemeines on Juli 1st, 2010 by Brit – Be the first to comment

Seit es Fußball gibt, existieren strittige Entscheidungen von Schiedsrichtern, was “Abseits”, “Aus” oder “Tor” betrifft. Der letzte Sonntag “therapierte” das Wembley-Trauma von 1966. Jedoch war diese Schiedsrichterfehlentscheidung noch dramatischer, da eindeutiger.
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Die moderne Technik machts möglich, für die Zuschauer. Nicht jedoch für die Schiedsrichter. Das Problem folgenreicher Fehlentscheidungen von Schiedsrichtern ist den Verantwortlichen beim Weltfußballverband Fifa durchaus bekannt. Seit Jahren wird immer wieder gefordert, die Unparteiischen mit Technik zu unterstützen. Machbare Möglickeiten sind Videobeweise oder integrierte Sensoren im Ball.
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Aber Fußball soll ein unvorhersehbares,menschengemachtes Drama sein, Irrtümer gehören dazu. Mehr Technik, so die Befürchtung, könnte nicht nur Hilfe, sondern auch Gift sein. Dass eine Neuerung die nächste nach sich zieht und das Spiel zerstückelt, der Rhythmus verloren geht, weil es ständig Unterbrechungen gibt, um Spielsituationen zu überprüfen. Entscheidend können ja nicht nur Tore sein, sondern auch Rote Karten, Elfmeter, Abseitsstellungen. Nebenbei, der Kostenfaktor ist auch nicht zu unterschätzen. Natürlich gäbe es Alternativen. Die Schiedsrichter könnten durch zwei Torrichter unterstützt werden – diese Variante wird von der Europäischen Fußball-Union (Uefa) forciert. In der kommenden Saison werden in der Champions League und in der Europa League zwei zusätzliche Torrichter eingesetzt, ebenso bei den Spielen der EM-Qualifikation. Ganz ehrlich: ich persönlich mag die Freudes-und Leides-Dramen dieses Spieles, wenn nicht soviel Geld im Spiel wäre, wären wahrscheinlich die meisten Protagonisten ein wenig entspannter…

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Wie Fußballschiedsrichter zu Erfindern wurden

Posted in Allgemeines on Juni 30th, 2010 by Brit – Be the first to comment

Samstag also. Deutschland-Argentinien. Zeit, Fußball genauer unter die Erfinderlupe zu nehmen. Das ist ein Länderspiel-Klassiker, bei dem man sich auf alles gefasst machen muss: In den 16 Spielen seit 1958 gab es gegenseitige Beleidigungen, Schlägereien, Hilferufe nach der Mutter aus der Kabine und gebrochene Schuhsohlen.
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Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 kam es bei dem Spiel Argentinien gegen England zu turbulenten Szenen auf dem Spielfeld, die unter anderem darauf zurückzuführen waren, dass ein argentinischer Spieler den durch den deutschen Schiedsrichter Rudolf Kreitlein
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mündlich ausgesprochenen Platzverweis nicht verstand oder verstehen wollte und noch fast neun Minuten auf dem Platz verblieb.
In den folgenden Tumulten wurden sogar Verwarnungen gegen englische Spieler von diesen nicht wahrgenommen. Auch die Zuschauer bekamen dies nicht mit.
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Um derartige Missverständnisse zu vermeiden, schlug der englische Schiedsrichter Ken Aston vor, analog zu den international bekannten Verkehrs-Lichtzeichenanlagen (Ampeln) gelbe und rote Karten zu verwenden. Diese Idee kam ihm während einer Autofahrt. Dabei musste er vor mehreren Ampeln stehen bleiben, die von “Gelb” auf “Rot” wechselten. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1970 wurde diese Regelung zum ersten Mal verwendet – allerdings wurde dort keine Rote Karte fällig – und setzte sich schnell durch. Die erste Rote Karte bei einer Fußball-WM wurde am 14. Juni 1974 im Vorrundenspiel Deutschland – Chile gegen den Chilenen Caszely gezeigt.
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Rudolf Kreitlein sollte sich wenig später um die Kommunikation auf dem Fußballplatz verdient machen. Nicht nur aus eigener Erfahrung wusste Kreitlein darum, dass ein verspäteter oder gänzlich unterbleibender Blickkontakt zwischen Schieds- und Linienrichter strittige Spielsituationen oder gar spielentscheidende Fehler verursachen kann. Er erfand den sogenannten “Funk-Commander”, der eine zuverlässige Verständigung zwischen Schiedsrichtern und Linienrichtern ermöglicht. Die Hoffnungen, eine ähnlich schnelle Einführung seiner Erfindung im Weltfussball zu erleben wie zuvor Ken Aston mit seinen Verwarnungskarten zerschlug sich jedoch schon bald. Der Fußball-Weltverband lehnte die Neuerung ab. 14 Jahre später wurde die Einführung eines Funksystems für Schieds- und Linienrichter von der FIFA aber doch noch befürwortet, jedoch von einer anderen Firma. Kreitlein’s Funk-Commander selbst schaffte es somit zwar nie in die WM-Stadien, seinem Erfinder bleibt aber die Ehre, Pionierarbeit für eine verbesserte Kommunikation auf dem Fußball-Platz geleistet zu haben.

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Afrikanische Erfindungen

Posted in Aus-land der Erfinder on Juni 19th, 2010 by Brit – Be the first to comment

Heute, in aller Herrgottsfrühe, folgten zwei Kollegen dem Ruf Afrikas. Und der ist mächtig und intensiv.
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Momentan intensiver als sonst, die Vuvuzelas (südafrikanische Fußballtröten) erschüttern jegliches Trommelfell. Der Erfinder ist der Neil van Schalkwyk.
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Aber das ist keine Erfindung, eher eine massentaugliche olfaktorische Verschlimmbesserung traditioneller Musikinstrumente, zumindest hier in Europa.
Afrikanische Erfindungen: der Mensch, das erste Werkzeug – der Faustkeil, Feuer gebrauchen. Reicht schon, oder?! Weiter gehts mit Papier, Kaffee, und Blasebalg. Erste menschliche Kunst überhaupt. Wurde im Expressionismus wiederentdeckt. Den ganzen vorindustriellen Schnickschnack und sog. moderne Erfindungen unseres IT- Zeitalters verblassen neben diesen ersten, grundsätzlichen, menschlichen Wegbahnungen. MAMAAFRIKA. Wortwörtlich.

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