Archive for Februar, 2010

Frittiertes Holz

Posted in Aktuelle Erfindungen on Februar 23rd, 2010 by Brit – Be the first to comment

Für diejenigen unter uns die sich mehr und mehr den ökologischen Aspekten öffnen, ist es nichts Neues, unbehandeltes Holz einzuölen oder zu wachsen, um es wasserresistent zu machen. Die Holzindustrie greift daher zu gerne auf Tropenhölzer für den Möbel-und Hausbau zurück, da deren natürlicher, hoher Ölanteil sie resistenter gegen Verrottung macht, als unsere heimischen Hölzer. Es gibt jedoch einen Nachteil, die Regenwälder gehen dabei vor die Hunde.
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Prof. Dr. Andreas Rapp, Holzwissenschaftler für Holztechnik und fachspezifische Didaktik an der Leibniz Universität Hannover, gart quasi über mehrere Stunden heimisches Holz in etwa 210 Grad Celsius heißem Rapsöl. Rapsöl dient ausschließlich als Wärmeträger, das Holz wird damit nicht imprägniert. Die Erhitzung führt zu einer Änderung der chemischen Zusammensetzung des Holzes. Die Holzfeuchte wird in etwa halbiert und das Holz verliert dauerhaft die Fähigkeit, Wasser zu speichern. Dadurch wird es weniger von holzzersetzenden Pilzen angegriffen. Eine weitere Folge der verringerten Holzfeuchte: Das Holz quillt und schwindet deutlich weniger, auch die Rissbildung ist stark reduziert und es nimmt eine schöne dunkle Färbung an. „Frittiertes Holz“ wurde in die Dauerhaftigkeitsklasse 1 eingestuft, die auch derjenigen von Teak-Holz entspricht.
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Einziger Nachteil, das Holz riecht eine Weile nach geräuchertem Schinken, der Geruch verschwindet jedoch bei ausreichender Belüftung und Nachbehandlung mit Öl oder Wachs. Auch ist der momentane qm-Preis noch höher gegenüber dem Tropenholz, dies ändert sich jedoch, sobald es zu Massenfertigung kommt. Die Holzmanufaktur Menz arbeitet mit diesem Verfahren schon sehr erfolgreich

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knick’n’clean

Posted in Allgemeines on Februar 22nd, 2010 by Brit – Be the first to comment

Man vermutet es kaum, aber die schlimmsten Bakterienschleudern befinden sich im Haushalt, in der eigenen Küche! Dort wo es oberflächlich schön sauber aussieht, im Kühlschrank. Da kann man noch so oft mit Essigessenz rangehen. Der Kühlschrank ist ein vielbenutztes Möbelstück, die Fluktuation des Rein-und Rausnehmens ist hoch. Wenn dann auch noch von aussen verseuchte Lebensmittel ihren Platz darin finden, kann man nur hoffen, daß das eigene Immunsystem bestens funktioniert.
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Oder man geht auf Nummer Sicher, mit knick’n’clean. knick’n’clean® ist die weltweit einfachste und sauberste Methode zur Verlängerung der Frische von Lebensmitteln. knick’n’clean® eliminiert Bakterien(dazu gehören auch Listerien), Schimmel, Sporen, Viren und Pilze und sorgt für dauerhafte Frische im Kühlschrank oder Kühlkammern und für eine wesentlich längere Haltbarkeit der Lebensmittel.
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Die Funktionsweise basiert auf zwei flüssigen Komponenten die vor dem Gebrauch mittels eines Knicks sich vermischen und durch eine Kunststoffummantelung dosiert, langsam austreten. Die Komponenten sind gesetzlich zugelassene Desinfektionsmittel, die für Lebensmittel zugelassen sind. Überraschend ist auch der ökonomische Effekt. Man spart Strom, da die Kühltemperatur höher eingestellt werden kann und man schmeißt nicht so viele verdorbene Lebensmittel weg. knich’n’clean räumte für die Gesamtheit der Innovation etliche Preise ab, Industriepreis 2009, Plus X Award 2008-für innovativstes Produkt. Bitte, liebe Gastronomen, Lebensmittelhändler, wieviele ungezählte, kleine Lebensmittelverseuchungen würdet Ihr uns damit ersparen!

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Die Schneemacher

Posted in Allgemeines on Februar 19th, 2010 by Brit – Be the first to comment

„Was für eine absurde Idee“, werden sich die Mitarbeiter des Reichspatentamtes gedacht haben, als sie am 23. April 1927 Patentschrift Nummer 464521 entgegennahmen. „,Naturschnee-Ersatz‘ – als ob der Winter nicht schon lang genug wäre.“ Diese Masse aus Polierwachs, Salz, Seife, Baumnadeln und Watte fand zwar nie den Weg auf die Piste, aber bis heute haben sich 120 Erfindungen beim deutschen Patentamt zum Thema Kunstschnee angesammelt.

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Dem Schnee der Zukunft sind keine Grenzen gesetzt: Mitarbeiter von BASF schlagen vor, Kühlfasern einzuarbeiten. Ein Erfinder aus dem Allgäu würde tauanfällige Abfahrten mit einem System aus Kühlmittelschläuchen durchziehen. Alles sehr fragwürdige Methoden. Der Markt für Kunstschnee wird immer größer. Jede dritte Skipiste der Alpen ist zurzeit künstlich beschneit. Denn Schnee und befahrbare Pisten werden dort spürbar rarer, eine Folge der bereits eingesetzten globalen Erwärmung. Weniger Pisten, weniger Skifahrer? Im Gegenteil. Die Alpen sind inzwischen fast flächendeckend mit neuen Superliften überzogen, die in wenigen Minuten Hunderte Wintersportler auf eine einzige Abfahrt spucken können. Je mehr sich Skigebiete unter dem Druck des Klimawandels auf die technische Beschneiung verlassen müssen, desto drängender werden die Umweltfragen. Einige der aktuellen Patente versuchen deswegen, die Schnee-Eigenschaften so zu modulieren, dass Skifahrer und Umwelt gleichermaßen davon profitieren.

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Punktsieg: Sandsackhandschuhe mit Luftmanschette

Posted in Allgemeines on Februar 5th, 2010 by Imke – Be the first to comment

Kampfsportarten werden immer beliebter. Gerade beim Boxen kann es jedoch schon mal zur Sache gehen und die Verletzungsgefahr ist dementsprechend hoch. Dabei geschieht dies nicht nur im Zweikampf, sondern auch beim täglichen Training. Boxhandschuhe schützen beim Training am Boxsack oft nur unzulänglich vor Verletzungen. Die Hand oder gar das Handgelenk sind wenig stabilisiert und so geschieht es, dass gerade ungeübte Boxer sich Verstauchungen oder sogar Brüche beim Sport einholen, da sie noch nicht die richtige Technik beherrschen oder die Muskeln und Sehnen noch nicht kräftig genug sind.

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Der Erfinder Herr Karlin hat sich mit dieser Thematik auseinandergesetzt und einen Sandsackhandschuh mit Luftmanschette erfunden. Herkömmliche Boxhandschuhe sind bereits mit einer Manschette ausgeschaltet. Allerdings bietet diese wenig Halt für die Hände und das Handgelenk. Die bestehende Manschette wird daher mit einer pneumatischen ersetzt und fixiert das Handgelenk nun zusätzlich.
Die Luftmanschette führt dazu, dass die Hand eine höhere Stabilität hat und Boxer zukünftig vor Verletzungen besser geschützt sind.

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