Archive for April, 2010

Erfindung zum Muttertag – Gedichtautomat

Posted in Aktuelle Erfindungen on April 30th, 2010 by Brit – Be the first to comment

Liebe Leute, nächsten Sonntag ist Muttertag.
Wer Zeit sparen will – zumindest vor dem Muttertag – dem wird Matthias Paulsens neueste Erfindung eine große Hilfe sein. Der Zwölfjährige aus dem bayerischen Miesbach hat ein Computerprogramm für Muttertagsgedichte geschrieben. Man muss nur Details wie Reimtyp, Alter, Beruf und Hobbys der Mutter eingeben, und schon spuckt der Rechner ein fertiges Gedicht aus. Sich den Kopf beim Dichten lange zerbrechen zu müssen, das gehört also der Vergangenheit an. Und selbstverständlich ist die Software, mit der Matthias den Landeswettbewerb «Jugend forscht» gewonnen hat, auch für Vatertage geeignet. Mit dem Generator lässt sich also doppelt Zeit sparen.
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Zwar wird Matthias seinen Gedichtgenerator schon bald ins Internet stellen, doch der Gymnasiast ist noch nicht ganz zufrieden mit seinem Programm. Man merke schon noch, welches Gedicht der Generator erstellt habe und welches selbst geschrieben sei. «Ich glaube, momentan gefallen meiner Mama die Gedichte, die ich mir selbst ausgedacht habe, noch besser», sagt der Schüler bescheiden. Das allerdings will er ändern. Der Ehrgeiz hat ihn gepackt.

Ein automatisch erzeugtes Gedicht:

Du liebst den Garten – Das ist toll! Ich will für alles danken dir. Du wanderst gerne – Das ist toll! Danke, dass Du immer hilfst mir! Wie schön, dass Du immer da bist. Du bist viel mehr als Gold und Geld! Du bist immer da, wenn was ist. Du bist die Beste auf der Welt! Du bist die, die für uns bügelt. Heute sollst Du auch mal lachen. Du bist für mich ein wahrer Held! Heute sollst Du Pause machen.

Tipp der Autorin: Ein paar Blumen zusätzlich können nicht schaden, falls Mami merkt, dass das Gedicht automatisch erstellt wurde.

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Kindlicher Humanoid

Posted in Aus-land der Erfinder on April 29th, 2010 by Brit – Be the first to comment

Einen Roboter zu bauen, der sich wie ein Mensch bewegen und vor allem aufrecht halten kann ist das Eine. Aber einen Roboter bauen, der seine eigenen Bewegungsmuster und –strategien entwickelt ist nochmal eine Nummer größer. Der Baby-Roboter iCub kann, im Unterschied zu anderen, wie kleine Menschenkinder aus Erfahrungen lernen und sich an die Umgebung anpassen. Das Aussehen des iCubs ist bis auf die metallische Oberfläche einem 2-jährigen Kind nachempfunden. Er besitzt Sensoren in den Händen, den Augen und im restlichen Körper, um in der äußeren Umgebung „surfen“ zu können.

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Der Roboter ist ein gesamteuröpäisches „Open-Source-Projekt“, d.h.verschiedene Institute haben freien Zugang zu der Hard-und Softwareentwicklung. Mittlerweile tüfteln italienische Entwickler an einer künstlichen Haut für iCub, die berührungsempfindlich ist.

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Ein wenig unheimlich wirkt dieses „Ding“-„Lebewesen“ schon. Zumindest wirkt es nicht bedrohlich, da das Kindchenschema greift.
Frau Merkel durfte vor ein paar Wochen seine Hand schütteln oder andersrum? Ich weiß nicht was ich davon halten soll….

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Erfindungen von Frauen für Frauen

Posted in Aktuelle Erfindungen on April 28th, 2010 by land-der-erfinder.de – Be the first to comment

Erfinderinnen haben den Vorteil, daß sie genau die Bedürfnisse und Wünsche von Frauen kennen und auftretende Mängel, im Sinne für Frauen „wegerfinden“. Statistisch gesehen haben deshalb weibliche Erfindungen eher mit den Themen Haushalt, Kinder oder Kosmetik zu tun. Egal, wie man persönlich dazu steht. Die Statistiken unterstreichen bestimmte Rollenklischees. Aber dieses Thema gern ein andermal an dieser Stelle. Der Nagellack hat seit einigen Jahren ein Riesencomeback, war er noch in den 70´ern als bürgerliches Kennzeichen verschrien, erlebte er eine Renaissance in den 80´er und nun einen wiederholten Durchbruch, leider auch in den Farben blau, grün und gelb, ganz zu schweigen von Glitzer und mehrfarbigen Nägeln. Ok, Geschmackssache. Gut, das daß gute, altmodische Rot nie aus der Mode kommt.
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Eine Dame ärgerte sich über die umständliche Handhabung des Lackierens mit Pinsel und Gläschen, ständig tropft es, abstreichen, mal ist zuviel oder zu wenig Lack auf dem Nagel. Sie erfand ein 2 in 1 System. Nagellack in einer Tube, mit integriertem Pinsel und zusätzlichen Nagellackentferner in der anderen Tube, ebenfalls mit Pinsel.
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Eine andere Erfinderin suchte nach einem System ihren Schmuck übersichtlich aufbewahren zu können, ohne in irgendwelchen Kästchen oder Dosen immer kramen zu müssen und….fand nichts. Also selber machen. Sie kreierte das Schmuckgitter, mit dem bis zu 50 Schmuckstücke auf kleinstem Raum übersichtlich angeordnet werden können. Diese gibt es übrigens im erfinderladen-berlin zu kaufen.


Diese Erfindung ist zwar nicht speziell für Frauen, aber von einer Frau erfunden worden. Eine Roll-Ladenvorrichtung die von unten und von oben schließt. Damit kann der Lichteinfall und die Luftzirkulation optimal reguliert werden. Alle diese Erfindungen können detailierter im patent-net.de angesehen werden.

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Mittwochmorgen, Berlin: Fassadendrucker in Aktion

Posted in Aktuelle Erfindungen on April 27th, 2010 by Brit – Be the first to comment

Am Mittwochmorgen, den 28. April 2010, gibt es die Gelegenheit, den Fassadendrucker in Berlin live in Aktion zu erleben. Ziel ist eine Wand der Wilhelm-Liebknecht-Bibliothek (am Kottbusser Tor), die vom Zentrum Kreuzberg aus bedruckt werden soll (Adalbertstr. 2). Um 9:00 Uhr morgens soll es los gehen, wenn das Wetter mitspielt. Aktuelle Informationen zu der Aktion auf der News-Seite von facadeprinter.org, oder auf Facebook und Twitter.
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Der Fassadendrucker ist eine softwaregesteuerte Farbkugelkanone. Sie besteht aus einem Drehtisch und einem Druckluftkopf, der über einen Rechner gelenkt wird, sowie Farbkugelbehälter und Pressluftkartusche. Der Drucker schießt ein Motiv Bildpunkt für Bildpunkt von einer entfernten Position auf die gewählte Fläche. So wird beispielsweise eine Gebäudewand von der Straße aus mit dem Motiv beschossen, ohne dass ein aufwendiger Gerüstbau erforderlich ist. Die maximale Druckdistanz liegt momentan bei etwa 12 Metern, die maximale Druckhöhe bei etwa 8 Metern. Die Kugelfrequenz beträgt derzeit bis zu 5 Punkte pro Sekunde.
Mehr zu den Erfindern und Machern dieses Tintenpunkt-Drucker im Architekturformat hier
Noch ein andere interessante Darstellung einer ähnlichen Performance:

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Gefaltetes Plexiglas?!

Posted in Aktuelle Erfindungen on April 26th, 2010 by Brit – Be the first to comment

Die niedersächsische Firma Hannecke faltet mit einem weltweit einzigartigem Verfahren Plexiglas wie Papier. Das Besondere an dem neuen, patentierten Verfahren: nicht nur gerade Kanten, sondern auch geschwungene Profile sind möglich. Für diese komplexen Körper war bisher das teure Spritzverfahren mit einem Form-Rohling nötig. Das Falten an gekrümmten Linien ist einzigartig.
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Inspirationsquelle war wiederum die japanische Falttechnik Origami. Mit CUT’N FOLD® entwickelte das Unternehmen ein international patentiertes Verfahren, um thermoplastische Plattenmaterialien in dreidimensionale Körper zu falten, die das Standardverfahren der Abkant-Technik alt aussehen lassen Die Formen, die entstehen, sind innovativ, elegant, ungewöhnlich, individuell und unverwechselbar. So unverwechselbar, dass Hannecke 2007 den Innovationspreis der „Initiative Mittelstand“ in der Kategorie Produktionstechnik gewann. Die Niedersachsen sind dank des innovativen Verfahrens preiswerter und flexibler. „Wir erhitzen nur die geforderten Biegelinien auf mehrere hundert Grad, nicht die ganze Kunststoffmasse“, erklart Herr Hanneke, daher sind Kleinserien oder Unikate nun bezahlbar. Ein Geschäftspartner in Süddeutschland will demnächst mit dem niedersächsischen Verfahren arbeiten.
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„European Inventor Award“

Posted in Aktuelle Erfindungen on April 23rd, 2010 by land-der-erfinder.de – Be the first to comment

Es ist nunmal so, daß in unseren Zeiten mediale Stars nicht aufgrund ihres einzigartigen Könnens oder ihrer Leistung im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. Zumindest gibt es aber neben dem OSCAR, den Nobelpreis und die Pulitzerverleihung für besondere journalistische Leistungen. ABER WAS IST MIT DEN ERFINDERN? Ihnen gebührt Ehre und auch eine aufwendig inszenierte Preisverleihung. Schließlich partizipieren wir tagtäglich und vor allem zukünftig von ihren Leistungen. Der „European Inventor Award“ des Europäischen Patentamts unter der Schirmherrschaft des spanischen Königshauses zeichnet am 28. April in Madrid vier brilliante Köpfe in vier Kategorien aus.
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Ausgewählt hat die Kandidaten eine siebenköpfige Jury. Sie ist besetzt mit hochrangigen Experten aus Industrie, Forschung und akademischer Lehre. Wußten Sie daß in der japanischen Spielekonsule „Wii“ von Nintendo bewegungssensitive Computerchips, die auf die Arbeit eines italienischen Tüftlers zurückgehen. In der Kategorie „Lebenswerk“ ist ein dänischer Mathematik-Profi nominiert, dessen Algorithmen sichere Banküberweisungen ermöglichen. Auch Deutsche sind Preisanwärter, etwa Jürgen Pfitzer und Helmut Nägele, die als Mitarbeiter der Fraunhofer Gesellschaft eine umweltfreundliche Alternative zu Plastik erfanden.

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Faltbarer Fahrradhelm

Posted in Aktuelle Erfindungen on April 22nd, 2010 by Brit – Be the first to comment

Mit Origami lassen sich schöne Muster falten. Mehr als 1500 Jahre ist die traditionelle japanische Faltkunst alt, und langsam setzt sie sich auch in der Industrie in Europa durch.
– Ein Fahrradhelm kann Leben retten. Doch oft benutzen ihn die Radler nicht, weil er nach der Fahrt im Büro oder in der Bar schlecht zu verstauen ist. Johannes Mühlig-Hofmann hat dieses Problem mit einem Klick gelöst: Bei seinem Helm genügt ein Knopfdruck, und die Außenschale aus einem neuen, unbrechbaren Verbundwerkstoff passt auch ins Mappenfach des Schreibtischs. Kabuto nennt er diese Erfindung, so wie die Samurai einst ihre Helme nannten. Die Technik, die den Helm stabilisiert, Curved Folding, und flach wie einen Pfannkuchen macht, geht auf Origami zurück.
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Neu an diesem Helm ist auch sein Inneres. Ein Polsternetz passt sich der Kopfform an und füllt sich, wie eine Thermorest-Matte, von selbst mit Luft. Das Problem dabei: ein solches Material gibt es bislang nicht, es muss sowohl flexibel als auch stabil sein. Also tüftelt der Industriedesigner mit geschenkten Proben vom Gummiwerk Kraiburg an der richtigen Mischung. Dieser Helm verhalf seinem Erfinder nicht nur zu einem Industriedesigner-Diplom. Mühlig-Hofmann platzierte seinen Kabuto auch unter den ersten zehn deutschen Einsendungen beim James Dyson Award 2009

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Revolutionärer Pflegestuhl

Posted in Aktuelle Erfindungen on April 21st, 2010 by land-der-erfinder.de – Be the first to comment

Wie schwer die Pflege eines Schwerkranken ist, können nur diejenigen ermessen, die familiär oder beruflich tagtäglich damit umgehen. Christen Halter weiß es, der Vater des 27-jährigen Designers hat seit 20 jahren Parkinson. Grund genug für das Thema seiner Diplomarbeit: Entwicklung eines Pflegestuhls, der Rollstuhl, Liege und Patientenlifter in einem vereint.
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Dafür gab es Lob und Anerkennung von Betroffenen und ihren Familien und drei kleinere Förderpreise in der Gesamthöhe von 7000 Euro und ist Mitfinalist des international renomierten James Dyson Award Design-Preis 2009. Wäre der von Christen Halter konzipierte Pflegestuhl schon im Handel und in Betrieb, ginge es vielen pflegenden Angehörigen und professionellen Pflegekräften mit berufsbedingten Kreuzschmerzen sicherlich besser. Denn seine Kombination aus Rollstuhl, Liege und Patientenlifter würde ihnen helfen, ihre Kräfte beim Bewegen eines starren Körpers zu schonen, vielleicht könnte manchmal sogar auf einen zweiten Helfer verzichtet werden. Außerdem macht der Pflegestuhl die Patienten unabhängiger von fremder Hilfe.
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Christen Halter hofft, dass sich auch die Industrie für den Pflegestuhl interessiert und bereit ist, die Kosten für die nötige Überarbeitung bis zur Serienreife zu übernehmen. Sein Pech ist die Finanzkrise, die viele Unternehmen von Investitionen abhält. Immerhin sorgen die Anerkennungspreise wegen des damit verbundenen Medienechos dafür, dass der Pflegestuhl nicht in Vergessenheit gerät.

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Skateistan

Posted in Aus-land der Erfinder on April 20th, 2010 by Brit – Be the first to comment

Schon mal was von Skateistan gehört? Klingt nach einem Land: Turkmenistan, Pakistan, Tadschikistan. Skateistan ist vielmehr ein Traum, und eigentlich ist es ein völlig verrückter Traum, denn das kriegs- und terrorgeplagte Land Afghanistan hat vieles nötig – aber Skateboards?
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2007 kam Oliver Percovich mit seiner damaligen Freundin, einer Entwicklungshelferin, nach Kabul. Er hatte dort nichts zu tun, aber sein Skateboard dabei – und damit war er nicht lange allein.
Trotz der ausländischen Truppen im Land ist Afghanistan bis heute nicht zur Ruhe gekommen. Von konventioneller Entwicklungshilfe hält Oliver nicht viel. Er findet sie oberflächlich und wenig effektiv. Auch weil die Mitarbeiter der internationalen Organisationen wenig Kontakt zu den Afghanen haben, vor allem aus Angst vor Attentaten.
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Kinder haben meist kein gutes Leben in Kabul, und mit unbeschwerter Kindheit hat es wenig zu tun. Viele müssen schon früh arbeiten, und wo noch Raum ist zum Spielen, da warten Minen, Selbstmordattentäter, vermüllte Plätze und gefährliche Straßen.
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Skateistan will den afghanischen Kindern mehr beibringen, als nur Skateboardfahren. Die Vision”, sagt der Gründer von Skateistan Oliver Percovitch, „besteht in der Entwicklung eines Programms, das den Jugendlichen Kraft gibt, in wichtigen Belangen die Verantwortung zu übernehmen und Netzwerke aufzubauen, die keine ethnischen und geschlechtsspezifischen Grenzen kennen.“
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Nach drei Jahren steht mit Hilfe vieler internationaler Spenden die Skatehalle und Schule. Der Traum benötigt weiter Hilfe.

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Das ist die Berliner Luft Luft Luft…

Posted in Aktuelle Erfindungen on April 19th, 2010 by Brit – Be the first to comment

…so mit ihrem holden Duft Duft Duft…(noch nicht nach Asche des Eyjafjalla riechend) Dieses Lied ist die inoffizielle Hymne Berlins. Selbst in den 80´ern wurde es noch allerorten geträllert. Der Begriff „Berliner Luft“ wurde durch den Komponisten Paul Lincke bekannt. In seiner Operette Frau Luna machte er ihn 1904 zu einem Synonym eines freien Lebensgefühls in Berlin und Vorbild für Nichtberliner. Naja, mit dem Vorbild klappts heute nicht mehr. Welcher zugezogene Stuttgarter kennt dieses Lied heute? Aber wenn nicht dieses Lied, dann vielleicht das Dessert gleichen Namens.

Das ist der Bahnhof Friedrichstrasse um die Jahrhundertwende. Wie alles hat sich auch die Berliner Luft verändert. Aber sie ist und bleibt einmalig, der Duft der Linden im Mai, der Kohlengeruch im Winter. Oder Neukölln, kennen Sie Rixdorf, diesen malerischen Dorfanger ein paar Minuten vom urbansten, hektischsten Teil dieses Kiezes? „Orijenale Berlina Luft“, die wurde dort eingefangen,
verschlossen und auf immer konserviert. Gibt es im erfinderladen-berlin.

Dit scheene Lied zu hören und ansehen und andere Berliner Ohrenschmäuse….

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