Archive for Juni, 2010

Wie Fußballschiedsrichter zu Erfindern wurden

Posted in Allgemeines on Juni 30th, 2010 by Brit – Be the first to comment

Samstag also. Deutschland-Argentinien. Zeit, Fußball genauer unter die Erfinderlupe zu nehmen. Das ist ein Länderspiel-Klassiker, bei dem man sich auf alles gefasst machen muss: In den 16 Spielen seit 1958 gab es gegenseitige Beleidigungen, Schlägereien, Hilferufe nach der Mutter aus der Kabine und gebrochene Schuhsohlen.
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Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 kam es bei dem Spiel Argentinien gegen England zu turbulenten Szenen auf dem Spielfeld, die unter anderem darauf zurückzuführen waren, dass ein argentinischer Spieler den durch den deutschen Schiedsrichter Rudolf Kreitlein
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mündlich ausgesprochenen Platzverweis nicht verstand oder verstehen wollte und noch fast neun Minuten auf dem Platz verblieb.
In den folgenden Tumulten wurden sogar Verwarnungen gegen englische Spieler von diesen nicht wahrgenommen. Auch die Zuschauer bekamen dies nicht mit.
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Um derartige Missverständnisse zu vermeiden, schlug der englische Schiedsrichter Ken Aston vor, analog zu den international bekannten Verkehrs-Lichtzeichenanlagen (Ampeln) gelbe und rote Karten zu verwenden. Diese Idee kam ihm während einer Autofahrt. Dabei musste er vor mehreren Ampeln stehen bleiben, die von „Gelb“ auf „Rot“ wechselten. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1970 wurde diese Regelung zum ersten Mal verwendet – allerdings wurde dort keine Rote Karte fällig – und setzte sich schnell durch. Die erste Rote Karte bei einer Fußball-WM wurde am 14. Juni 1974 im Vorrundenspiel Deutschland – Chile gegen den Chilenen Caszely gezeigt.
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Rudolf Kreitlein sollte sich wenig später um die Kommunikation auf dem Fußballplatz verdient machen. Nicht nur aus eigener Erfahrung wusste Kreitlein darum, dass ein verspäteter oder gänzlich unterbleibender Blickkontakt zwischen Schieds- und Linienrichter strittige Spielsituationen oder gar spielentscheidende Fehler verursachen kann. Er erfand den sogenannten „Funk-Commander“, der eine zuverlässige Verständigung zwischen Schiedsrichtern und Linienrichtern ermöglicht. Die Hoffnungen, eine ähnlich schnelle Einführung seiner Erfindung im Weltfussball zu erleben wie zuvor Ken Aston mit seinen Verwarnungskarten zerschlug sich jedoch schon bald. Der Fußball-Weltverband lehnte die Neuerung ab. 14 Jahre später wurde die Einführung eines Funksystems für Schieds- und Linienrichter von der FIFA aber doch noch befürwortet, jedoch von einer anderen Firma. Kreitlein’s Funk-Commander selbst schaffte es somit zwar nie in die WM-Stadien, seinem Erfinder bleibt aber die Ehre, Pionierarbeit für eine verbesserte Kommunikation auf dem Fußball-Platz geleistet zu haben.

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Menstruationstasse

Posted in Aus-land der Erfinder on Juni 29th, 2010 by Brit – Be the first to comment

….oder poetischer Mondtasse. Ich hatte bis vor ein paar Tagen noch nie davon gehört. Erfunden wurde sie 1930 von einer Amerikanerin, wirklich auf den amerikanischen Markt kam sie unter dem Namen KEEPER bzw. MOON CUP in den späten 80`ern. Mittlerweile ist sie in Nordamerika fest etabliert.
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Wie es so ist mit sinnvollen Erfindungen von Frauen und dann auch noch für Frauen. Auf jeden Fall ist sie jetzt auf dem Vormarsch nach Europa. Siehe patent-net. Eine Mondtasse ist ein kelchähnliches Produkt aus Latex oder Silikon, das zum Auffangen des Menstruationssekrets in die Scheide eingeführt wird. Im Gegensatz zu Tampons oder Monatsbinden saugen Menstruationstassen die Menstruationssekrete nicht auf, sondern speichern bis zu 30 ml Flüssigkeit. Anstatt zu wechseln, wird die Tasse entnommen, entleert, ausgespült und wieder eingesetzt.
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Die Vorteile dieser Hygienemethode sind klar, ökolgische, die Tassen können mehrere Jahre verwendet werden, der Hygienemüll reduziert sich stark. Ökonomische, die Anschaffung amortisiert sich sehr schnell. Und medizinische, da gebleichten oder chemisch behandelten Tampons und Binden vermieden werden, die auch die Scheide austrocknen können. Es gibt verschiedene Anbieter und auch Größen, empfehlenswert ist diese Seite, um sich einen Überblick zu verschaffen.
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Grillen auf dem See

Posted in Aktuelle Erfindungen on Juni 28th, 2010 by Brit – Be the first to comment

Ein rundes Ding, daß wie ein UFO aussieht, schwimmt und einen Grill in der Mitte hat, macht die Berliner Gewässer unsicher.
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4km/h schafft der Motor. Bis zu 10 Personen finden um den Grill Platz. Als ich dieses BBQ-Ufo sah, wußte ich nicht, ob ich lachen soll oder darin selber gerne schippern würde. Weiß ich immer noch nicht.
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4 Standorte kann man sich aussuchen, am Wannsee, Müggelsee und auf der Spree. Ein Führerschein ist nicht nötig, aber eine Person muß den Überblick behalten und während des „Törns“ nüchtern bleiben. Die Miete pro Stunde beträgt 35-55 euro. Nicht billig. Also ein lauschiger Ausflug ist es nicht unbedingt, eher ein wenig Mallorcafeeling uffm Wannsee.

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Provokation par excellence

Posted in Aktuelle Erfindungen on Juni 25th, 2010 by Brit – Be the first to comment

Nachdem im Erfinderladen ein halbes Jahr die Rollatoren „Suchtmobil“ und „Tigerlilly“ Furore gemacht haben, wagen wir uns ein wenig weiter hinaus. Frau Micansky, die Künstlerin und zugleich Ärztin ist, stellt das Ursprungsmodell „pimp my ride“

und die Provokation schlechthin, „Sado-Maso“ aus.

Sicherlich wird gerade Gehhilfenmodell Sado-Maso mehr die Meinungen polarisieren, als die vorangegangenen Modelle. Für dieses Modell braucht man sehr viel (schwarzen) Humor. Und liebe Eltern, habt keine Angst, den Kindern erklären wir sehr geduldig, daß das alles Faschingsspielzeug für Erwachsene ist ; ).

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EUROPAS KRISE

Posted in Allgemeines on Juni 24th, 2010 by Brit – Be the first to comment

Es paßt eigentlich überhaupt nicht in die Fußballeuphoriezeit, aber gestern sprach einer der wichtigsten Denker und Macher des weltweiten Kapitalmarktes in einer kleinen Runde in der Humboldt Uni Berlin- George Soros.
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Er ist der Gründer eines der ersten Hedgefonds, Spekulant, Menschenfreund, Vorsitzender des Open Society Institute. Förderer, Spender, Möglichermacher von beispielsweise einem freien Radiosender Ungarns „TILOS“, den unsere Kunden im Erfinderladen täglich im Hintergrund hören dürfen : ). Seit 2007 spendete er ca. 6 Milliarden Dollar in die verschiedensten Projekte! Dieser Herr von 80 Jahren, als Kind ungarischer Juden in Ungarn geboren, der die deutsche Besetzung überlebte, um dann 1946 vor der sowjetischen Okkupation endgültig in den Westen zu fliehen, sprach ganz direkt, daß unsere deutschen Politiker mal die Augen aufmachen müssen und zwar schnell. Es gibt keine Finanzkrise, sondern eine Bankenkrise. Es gilt die Banken zu regulieren, auf die europäische Stabilität zu achten und Bildung sofort und absolut zu stärken. Alles andere treibe in eine Deflation und zukünftige Stagnation und letztendlich tatsächliche in eine große Krise.
Dieser große, natürlich auch umstrittene Mann, sprach zu uns und es tut mir leid sagen zu müssen wie unangenehm der Rahmen drumherum war. Nicht nur das der Präsident der Humboldt Universität Soros Zeit stahl, in dem er eine halbstündige völlig belanglose Einführungsrede hielt. Sondern danach Diskussionszeit angesetzt war, die mit wirklich sehr blöden Studentenfragen vertan war. Schade. Aber ich durfte diesen Menschen hören und last but not least über Joschka Fischers Kommentare zu dummen Fragen lachen.

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Erstes Frauenautohaus Deutschlands

Posted in Aktuelle Erfindungen on Juni 23rd, 2010 by Maria – Be the first to comment

Alles fing mit einer gut gemeinten Provokation an: „Zeigt mal, ob ihr Frauen es alleine könnt“, sagte Siegfried Erkner zu seiner Tochter Maria, als diese über die Dominanz der Männer beim Autoverkauf schimpfte. Die 24-jährige Hochschulabsolventin der Betriebswirtschaft wollte eigentlich nicht in diese Branche. Vater und Bruder Sven haben mehrere Autohäuser im Osten Berlins, doch jetzt war ihr Ehrgeiz geweckt. Sie nahm die Herausforderung an und gründete im Herbst vergangenen Jahres Deutschlands erstes „Frauen-Autohaus“. Acht Frauen in Handel und Werkstatt schmeißen den Laden in Hennigsdorf, nördlich von Berlin, ganz ohne männlichen Beistand.
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Senorita Maria ist der Name und Programm dieses Autohauses, spanisch, da die Marke Seat verkauft wird, weiblich, weil es vor allen Dingen um die Bedürfnisse, weiblicher Kunden gehen soll. In der Werkstatt, wie auch im Verkauf. Generell wird als Firmenphilosophie familienorientierter demokratischer Führungsstil hochgehalten. Heißt auch: Die Frauen verdienen gleich viel wie die Männer in der Branche und die Mitarbeiterinnen profitieren von flexiblen Arbeitszeiten. Es gibt eine Kinderspielecke. Vor allem aber unterscheidet sich der Umgangston bei „Señorita Maria“ von dem in anderen Autohäusern. Über das übliche Frauen-Technik-Klischee kann Maria Erkner schon lange nur noch müde lächeln. Auch Marktforscher haben herausgefunden, dass eher die Persönlichkeit bei automobilen Vorlieben wichtig ist – und nicht so sehr das Geschlecht. Es gibt auch Frauen mit dem sprichwörtlichen Benzin im Blut, sagt Erkner. Und dass die Damen ihr Handwerk beherrschen, hat sich herumgesprochen. Mittlerweile ist die Mischung der Kunden Fifty-fifty – Frauen und Männer zu gleichen Teilen. Auch wenn manch` männlicher Besucher noch immer eher aus Neugierde kommt.
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Schüler als Unternehmer

Posted in Aktuelle Erfindungen on Juni 22nd, 2010 by Brit – Be the first to comment

Seit 16 Jahren gibt es das Juniorprojekt. Schüler, die innerhalb eines Jahres eine unternehmerische Idee entwickeln, sie umsetzen und vertreiben. Ziel ist, den Jugendlichen Selbständigkeit, persönlich, wie auch unternehmerisch nahe zu bringen. Bevor eine Idee umgesetzt wird muß die gegründete Kleinfirma 90 Aktien a 10,- euro ihrer Idee verkaufen, um Startkapital zu beschaffen. Über jegliche Transaktionen und erzielte Gewinne muß am Ende gegenüber den Aktionären Rechenschaft abgelegt werden. Am Ende des Schuljahres löst sich das Kleinunternehmen wieder auf.
Heute ist der Juniorprojektbundeswettbewerb im Bundesministerium für Technologie und Wirtschaft in Berlin, 14 Landessieger ringen heute um den 1. Platz, Deutschland bestes Schülerunternehmen zu sein.
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Heute morgen schwang ich mich aufs Fahrrad und fuhr zum Wettbewerb, sehr neugierig auf die Schülerfirmen. Eine kannte ich schon, SmartBag, der Mülltütenspender. Eine, der diesjährigen Favoriten. StudentsArt Berlin, unsere Lokalmatadoren, die sich zur Aufgabe gemacht haben, Kunst von Schülern professionell zu vermarkten, haben auch gute Chancen. P.I.T. School bieten erfolgreich Computerkurse für alle Altersklassen an, z.B. Einführung in soziale Netzwerke, Onlineshopping, email, Excel, Word usw., telefonisch, zu Hause oder per mail. Unabhängig von den Geschäftsideen, was mir bei allen Jungs und Mädels auffiel, wie selbstbewußt sie auftraten. Sie alle haben innerhalb eines Jahres ein Unternehmen auf die Beine gestellt und viele unterschiedliche Erfahrungen gemacht, zusätzlich zum Schulalltag. Sozusagen: WILLKOMMEN IN DER REALITÄT und daran scheinen sie alle gewachsen zu sein. Das ist für mich persönlich das Wichtigste an diesem Projektkonzept. Mal sehen wer gewonnen hat….

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Fliegen ohne Ohrenschmerz

Posted in Aktuelle Erfindungen on Juni 21st, 2010 by Brit – Be the first to comment

Mit dem heutigen Sommeranfang beginnt auch demnächst die Urlaubssaison. Obwohl der regionale Urlaub immer beliebter wird, werden weiterhin sehr viele Urlaubsflüge gebucht. Aus eigener Erfahrung ist das Abheben und Landen der Flugzeuge für etliche Menschen und gerade für Kinder ziemlich schmerzhaft in den Ohren. Schuld sind die schnellen
Luftdruckveränderungen und ein fehlender Druckausgleich im Ohr. Drückt Luft auf das Ohr, wird das Trommelfell gedehnt. Diese Dehnung wird normalerweise durch die sogenannte Eustachische Röhre, die hinter dem Trommelfell sitzt, ausgeglichen.
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Während des Fluges in großer Höhe ist der Kabinendruck zunächst geringer als auf der Erde. Setzt das Flugzeug nun zur Landung an, steigt der Druck in der Kabine innerhalb weniger Minuten an. Ist nun die Eustachische Röhre durch Schnupfen verstopft oder anatomisch bedingt zu schmal, kann der Druck nicht mehr ausreichend ausgeglichen werden. Das gedehnte Trommelfell fängt dann an zu schmerzen. Medizintechniker aus Schwetzingen haben einen Ohrschutz entwickelt, der solche Schmerzen beim Landeanflug vermeiden oder zumindest abschwächen soll.
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In dem Ohr-Stöpsel steckt ein goldenes Metall-Element, das eine kaum sichtbare, 0,5 Mikrometer feine Röhre besitzt. Steigt der Kabinendruck, lässt die feine Röhre diesen erhöhten Druck nur abgeschwächt auf das Trommelfell wirken. Dadurch hat die Eustachische Röhre mehr Zeit, den Druck auszugleichen, bevor sich das Trommelfell schmerzhaft dehnt. Die Ohrstöpsel sollten nach der Landung noch eine Weile drin bleiben, denn erst dann ist ein allmählicher kompletter Druckausgleich im Ohr erfolgt. „Sanohra fly“ ist sowohl für Erwachsene als auch für Kinder in allen Apotheken in Deutschland für ca. acht Euro erhältlich.
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Afrikanische Erfindungen

Posted in Aus-land der Erfinder on Juni 19th, 2010 by Brit – Be the first to comment

Heute, in aller Herrgottsfrühe, folgten zwei Kollegen dem Ruf Afrikas. Und der ist mächtig und intensiv.
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Momentan intensiver als sonst, die Vuvuzelas (südafrikanische Fußballtröten) erschüttern jegliches Trommelfell. Der Erfinder ist der Neil van Schalkwyk.
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Aber das ist keine Erfindung, eher eine massentaugliche olfaktorische Verschlimmbesserung traditioneller Musikinstrumente, zumindest hier in Europa.
Afrikanische Erfindungen: der Mensch, das erste Werkzeug – der Faustkeil, Feuer gebrauchen. Reicht schon, oder?! Weiter gehts mit Papier, Kaffee, und Blasebalg. Erste menschliche Kunst überhaupt. Wurde im Expressionismus wiederentdeckt. Den ganzen vorindustriellen Schnickschnack und sog. moderne Erfindungen unseres IT- Zeitalters verblassen neben diesen ersten, grundsätzlichen, menschlichen Wegbahnungen. MAMAAFRIKA. Wortwörtlich.

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Pyro- Bubbles

Posted in Aktuelle Erfindungen on Juni 18th, 2010 by Brit – Be the first to comment

Das sind Mini-Glaskugeln, mit denen sich Brände verhindern und löschen lassen. Wenn Brände mit Wasser oder Schaum gelöscht werden, entstehen immer auch Schäden durchs Löschen. Michael Pasewald von der Universität Cottbus hat mit seinem Team ein Löschmittel erfunden, dass Flammen sicher erstickt, jedoch keine Schäden hinterlässt. Mehr noch: Das Mittel, das er und seine Erfinderkollegen „Pyro-Bubbles“ nennen, lässt sich sogar beliebig oft wiederverwenden.7393429
Das patentierte Löschmittel besteht vor allem aus Quarzsand. Es hält Temperaturen von bis zu 1.000 Grad Celsius stand. In einem Test demonstrieren uns die Erfinder die Wirkung des Granulats. In einer feuerfesten Kammer setzen sie einen Toaster in Brand. Darüber hängt ein Tank, der mit dem neuen Löschmittel gefüllt ist. Auf Knopfdruck fällt das Granulat nach unten. In Sekundenschnelle füllt es die gesamte Kammer und erstickt das Feuer.
Nach dem Löschen wird das Granulat mit einem Industriestaubsauger aufgesaugt. Es steckt im Auffangbehälter und kann von dort aus wieder in verschiedene Löschanlagen umgefüllt werden.
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Das Granulat löscht auch brennbare Flüssigkeiten. Das ist möglich, weil es an der Oberfläche von Flüssigkeiten schwimmt. So kann es auch dort Flammen ersticken.
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Und das Quarzsandgemisch kann noch mehr: In manchen Fällen lassen sich mit seiner Hilfe sogar Brände vermeiden. In Kabelschächten zum Beispiel. Dazu werden die Leitungen in das Granulat eingebettet. Eine drei Zentimeter dicke Schicht schirmt knapp 1.000 Grad Celsius ab. So nehmen die Kabel keinen Schaden. Umgekehrt kann ein möglicher Kabelbrand nicht auf das Gebäude übergreifen.
Michael Pasewald und sein Team wollen das neue Löschsystem beim Hochhausbau, in Rechenzentren und im Museumsschutz einsetzen. Das Granulat könnte nach den Vorstellungen der Erfinder in einem Silo vorgehalten und im Falle eines Feuers durch Rohre zum Brandherd geführt und dort verteilt werden.

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