Posts Tagged ‘Beton’

Erfindung der Woche- Drain Spot

Posted in Allgemeines, Erfindung der Woche on April 7th, 2014 by Imke – Be the first to comment

Der Erfinder des Drain Spots und Gründer des Designstudios Labyrinth in Barcelona hat für sein Design ein Konzept. Er macht die großen Dinge aus unserer Umgebung klein und gibt Ihnen eine neue Funktion.
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1Der gebürtige Israeli Doron André Hadar hat sein inneres Kind nicht verloren und hat sich den verspielten Blick auf die Welt bewahrt. So sagt er selbst von sich:
“Play endlessly in order to figure out much! I often invite my inner child to create my designs.“ Die Inspiration zum Drain Spot ist ihm in den Straßen seiner Wahlheimat Barcelona gekommen in der er seit 2009 lebt. Als er eine Zigarette rauchte und diese dann in den Gullideckel rollte, kam ihm die Idee auch diesen zu verkleinern.

Das Resultat ist der Drain Spot, der nicht nur als Aschenbecher verwendet werden kann, da sein Boden aus feuerfestem Beton besteht, sondern auch als Schlüsselablage, als Sammelbecken für das Kleingeld oder aber auch als Seifenschale.
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Falls auch Du den sehr hochwertig gearbeiteten Drain Spot Dein Eigen nennen möchtest, dann kannst Du ihn im Erfinderladen in Berlin und Salzburg erwerben und selbstverständlich wie immer auch in unserem Onlineshop.

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Fundament der Welt

Posted in Allgemeines on September 4th, 2012 by madlen – Be the first to comment

Kokskohlenturm der Gaskokerei (Quelle: industrie-kultur.de)

Kokskohlenturm der Gaskokerei (Quelle: industrie-kultur.de)

Was wäre unsere Welt ohne Zement? Die Erfindung dieses künstlichen Steines hatte eine Revolution der architektonischen Möglichkeiten eingeläutet, welche die Errungenschaft des gebrannten Ziegels beinahe noch übertraf. Inzwischen kann man ruhigen Gewissens behaupten, dass der Beton der „Grundstein“ unserer Welt geworden ist.

Keine Autobahnen, Brücken oder gar Wolkenkratzer wären denkbar ohne seine Erfindung. Doch die „Revolution“ geschah nicht, wie man vielleicht denken könnte, als wir begannen, unsere Häuser gen Himmel zu führen sondern schon vor über 2.000 Jahren. Seitdem ist er Unverzichtbar, der Beton. Das Prinzip eines Bindemittels auf der Basis des Kalkmörtels ist sogar noch viel älter und an Bauten in der heutigen Türkei nachweisbar, die auf ein Alter von über 10.000 Jahre datiert werden. Und auch in Ägypten und Phönizien ist diese Technik schon lange vor der Zeitenwende angewendet worden.


Aber „erst“ vor knapp über 2.000 Jahren wurde der „künstliche Stein“ als solches erfunden und der Ruhm der Erfinder gebührt hier allein den größten Baumeistern der europäischen Antike, den Römern.

Das römische Opus Caementitium, von dem sich das deutsche Wort Zement ableitet, hatte seinerzeit zu einer wahren Explosion von neuen Möglichkeiten in der Architektur geführt. Der Römische Beton ist ein Gemisch aus Sand, gebranntem Kalkstein, Steinen und Beimischungen, den sogenannten Puzzolane, von Bruchsteinen und ähnlichem. In Verbindung mit Wasser wird dieses Gemisch zu einem druckfesten Gestein, welches natürlichen Baustoffen in nichts nachsteht und diese theoretisch sogar übertrifft. Je nach Beimengung und Ausführung ließen unterschiedlichste Festigkeiten und Gewichte erreichen.

Die Erfindung des Betons oder Zements hat zu unglaublichen architektonischen Meisterleistungen geführt.

Der bei weitem berühmteste Bau, der ohne das Opus Caementitium nicht möglich gewesen wäre, ist das Pantheon in Rom. Dieser Tempel, für dessen Umbau um 120 n.Chr. Kaiser Hadrian selbst die Pläne entworfen haben soll, besaß 1.700 Jahre lang die größte, selbsttragende Kuppel der Welt. Und dass der Bau bis heute die Zeiten beinahe ohne Beschädigungen überstanden hat, spricht für sich selbst.

Doch wie so oft geriet auch dieses Wissen wieder mehr oder weniger in Vergessenheit. Es gibt zwar die Vermutung, dass der römische Beton für den Bau des Doms in Florenz im 15. Jahrhundert verwendet wurde, doch ist dies aber immer noch in der Forschung umstritten. Nachweislich taucht die Technik erst wieder 1753 im Standartwerk „Architecture hydraulique“ des Franzosen Bernard de Bélidor auf. Auf ihn geht auch die Wortneuschöpfung Beton zurück, die sich vom lateinischen Bitumen ableitet.

Die Neuerfindung des Betons der Neuzeit ist auf den Briten John Smeaton zurückzuführen. Er begann sich 1755 mit der Suche nach einem wasserbeständigen Mörtel zu beschäftigen und führte diverse Versuche mit gebranntem Kalk und Ton durch. 1796 erfand der Engländer J.Parker den Romanzement und leitete damit den modernen Betonbau ein. Der Stahlbeton wurde erst 1867 von Joseph Monier erfunden.

Am Prinzip des Betons hat sich seit seiner Erfindung nicht viel geändert

Technisch gesehen ist das Funktionsprinzip des Betons gleich geblieben. Der Zement dient als Bindemittel für die anderen beigemengten Bestandteile. Seine Festigkeit verdankt er der Auskristallisierung der Klinkerbestandteile des Zements. Hierbei entstehen kleinste Kristallnadeln, die sich ineinander verzahnen. Dieser Prozess ist auch nach Monaten noch nicht abgeschlossen, aber gemeinhin gilt Beton nach einer Abbindezeit von 28 Tagen als normfest.

Beton erreicht eine sehr hohe Festigkeit und kann einem Druck von 40N/mm² widerstehen, besitzt aber keine hohe Zerreißfestigkeit. Aus diesem Grund wird bei Bedarf vermehrt Stahlbeton eingesetzt.

Die Erfindung des Beton war so prägend für das Bild unserer Welt, so dass es nicht verwundert, dass er auch in der modernen Kunst ein beliebtes Material geworden ist.

Mag man davon halten, was man will.

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Phantastische Schöpfungen aus Beton

Posted in Aus-land der Erfinder on Juni 11th, 2010 by Brit – Be the first to comment

Der menschliche Erfindungsgeist scheint grenzenlos: Jetzt gibt es Beton, der Kloaken in klare Gewässer verwandelt oder Beton, der Licht durchleitet. Er riecht wie Harzer Käse, und außerhalb Japans waren es die Deutschen, die erstmals Natto züchteten – im Zweiten Weltkrieg, an Bord ihrer U-Boote. Natto ist ein schleimiges Gemenge aus fermentierten Soja-Bohnen, das die Japaner seit Jahrhunderten zum Frühstück vertilgen. Mithilfe der gefräßigen wie widerstandsfähigen Natto-Bakterien haben japanische Forscher jetzt einen Beton entwickelt, der muffige Kloaken und stinkende Flüsse dauerhaft in klare Gewässer verwandelt.
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Das Unternehmen Koyoh hat diese Wandlung jetzt in Yanagawa vorgeführt, eine Stadt mit einem toten, schwarzen, stinkenden Flüsschen. Doch schon zwei Wochen mit dem Bakterien-Beton im Flussbett verschwand der Gestank, nach zwei Monaten war das Wasser wieder klar und gut genug für Karpfen. Dieses Kunststück macht die Natur schon seit Ewigkeiten vor, und durch Zucht gibt es bereits Hochleistungsbazillen, die Öl verzehren oder sogar produzieren. Aber diese Thema ist einen anderen Artikel wert, weiter zum Beton. Zwar dienen die Natto-Bakterien in Japan schon länger als lebende Wasserfilter: Fischzüchter und Aquarienbesitzer schütten sie als Pulver ins Trübe. Aber das Neue und Erfinderische der Forscher von Koyoh besteht darin, die Natto-Bakterien mit einem Beton verarbeitet zu haben, der ihnen für Jahre, wenn nicht Jahrzehnte als Brutstätte dient. Niemand wird da neues Natto-Pulver nachschütten müssen.
Der lichtleitende Beton, LiTraCon, wurde 2001 von dem ungarischen Bauingenieur Áron Losonczi erfunden. Die Lichtdurchlässigkeit rührt von den parallel zueinander im Feinbetonbett angeordneten Glasfasern her. Sie leiten das Licht direkt durch den Beton, so dass er ähnlich durchsichtig wie Reispapier wird.
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In der Praxis bremsen aber die Kosten für Losonczis Erfindung Begeisterung und allzu großzügige Verwendung. Das könnte auch einfacher gehen, dachte sich wiederum Jürgen Frei, heute Geschäftsführer der Luccon Lichtbeton GmbH im österreichischen Vorarlberg. Erst in der eigenen Garage, dann zusammen mit einer Industrietextilien-Firma entwickelte der Bauingenieur ein, preiswerters, halbautomatisches Fertigungsverfahren, das auch für tragende Wände geeignet ist.
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Dieser Werkstoff ist wirklich faszinierend, im Erfinderladen wurde mir davon ein Muster präsentiert.

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