Posts Tagged ‘Klavier’

Das verrutschte Pedal

Posted in Aktuelle Erfindungen, Allgemeines on April 23rd, 2013 by Imke – Be the first to comment

In vielen Musikforen findet man Diskussionsbeiträge von Musikern zu einer verbreiteten Problematik: Das Verrutschen des Pedales bei Keyboards, E.-Pianos oder auch Schlagzeigern. Bisher wurde hierfür noch keine kostengünstige und effektive Lösung gefunden. Das Pedal am Keyboard, meist ein Sustain-Pedal, ist ein externes Gerät, welches an das Tasteninstrument angeschlossen werden muss, um einen Sustain-Effekt zu erzeugen. Da das Gerät frei auf dem Boden steht ist es nicht nur beim täglichen Üben, sondern gerade auch bei Auftritten ärgerlich, wenn das Pedal anfängt zu wandern, wenn man es tritt. Es ist meist kein sicherer Halt gegeben. Die Musiker behelfen sich mit rutschfesten Matten, Gaffatape oder schrauben Ihre Effektgeräte auch gerne am Boden fest und hinterlassen damit unschöne Löcher auf dem Untergrund.


Der Erfinder Herr Mai aus Rittershoffen hat hierfür nun eine Lösung gefunden.
Seine Erfindung ist eine Halterung aus Metall für Sustain-Pedale, welche das Pedal umgreift und dieses damit beim Spielen nicht mehr verrutschen kann, da es am Keyboardständer angebracht ist. Es ist jedoch auch für andere Musikinstrumenten, wie E-Pianos oder Schlagzeug vorgesehen.
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Die von ihm kreierte Halterung ist höhen- und winkelverstellbar und passt sich jedem Gerät flexibel und individuell an. Sie besteht aus einem schwenkbaren Standfuss und zwei L-förmigen Bügeln, die den Rahmen für das Pedal bilden. Der Standfuss selber kann je nach Bedarf unterschiedliche Anbringungsmöglichkeiten für den Ständer des Musikinstrumentes vorweisen. Der obere Winkelansatz kann durch verschiedene runde oder eckige Ausführungen dem jeweiligen Keyboardständer angepasst werden, was die Rutschfestigkeit zudem erhöht.
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Aber auch zu dem Problem des Verkratzen des Bodens hat sich der Erfinder Gedanken gemacht und den Pedalhalter mit einem Kratzschutz ausgestattet.

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Das Klaviergebiss

Posted in Aktuelle Erfindungen on Oktober 7th, 2010 by Brit – Be the first to comment

Pianisten, die durch Unfallfolgen querschnittgelähmt sind, können durch eine neue Erfindung ein Stück normales Leben zurückgewinnen. Der Heidelberger Forscher Rüdiger Rupp entwickelte eine drahtlose Technik, die das rechte Klavierpedal aktiviert. Die Signale dafür werden vom Gebiss des Klavierspielers ausgelöst. Damit sind erstmals auch komplizierte Pedaltechniken möglich, bislang störende Kabel oder andere Hilfstechniken könnten bald verschwinden.
Rund 60.000 Personen sind in Deutschland von der Hüfte abwärts gelähmt, 1.500 neue Betroffene kommen jährlich dazu. Verursacht werden die Lähmungen je zur Hälfte durch Unfälle und Erkrankungen.
Klaviergebiss
Im Unterschied zu bisherigen elektromagnetischen Signalgebern, die auf kleine Muskelbewegungen von Ellbogens und Kopf oder auf Gehirnsignale reagieren, kann die Mundsteuerung viel mehr als nur Aus- und Einschalten: Sie erlaubt feine Abstufungen und analoge Signale. Für das Klavierspiel bedeutet das, dass der Pianist nun die Pedalstärke der jeweiligen Erforderung im Musikstück anpassen kann, auch Zwischenstellungen oder eine veränderte Pedalgeschwindigkeit sind möglich. Der querschnittgelähmte Pianist kann somit die gleiche differenzierte Klangwirkung erzielen wie ein Nichtbehinderter.
Auch wenn querschnittsgelähmte Klavierspieler zahlenmäßig eine kleine Gruppe bilden, wertet Rüdiger Rupp seine Erfindung als großen Fortschritt, sie ist zukunftsweisend für weitere Entwicklungen, die Querschnittgelähmten mehr Selbstbestimmung ermöglichen.

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