Posts Tagged ‘Toilette’

Hygenischer Auffangbehälter für das WC

Posted in Aktuelle Erfindungen, Geschichte einer Erfindung, patent-net.de on Januar 11th, 2016 by Imke – Be the first to comment

Jährlich erkranken mehr als 64.000 Menschen an Darmkrebs in Deutschland. Damit gilt der Krebs als zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen und Männern.
Problematisch ist der Darmkrebs vor allem, da er im frühen Stadium keine Beschwerden hervorruft und damit lange unentdeckt bleibt. Bei ca. einem Drittel der Betroffenen geht Darmkrebs daher bedauerlicherweise tödlich aus. Mit regelmäßigen Vorsorge-Untersuchungen, wie etwa einer Darmspiegelung oder auch Stuhltests, kann die Krankheit frühzeitig erkannt werden und in 80-90 % der Fälle verhindert werden.

Der Darm – Schlüssel zur Gesundheit

Aber nicht nur bei der Krebsvorsorge gibt der Darm Auskunft. Nach aktuellen Forschungen wird seine Bedeutung als Immunorgan immer wichtiger. So steht heute fest, dass das körperliche Abwehrsystem und der Darm in enger Verbindung stehen. Ist die Darmflora nicht in Balance, kommt es nicht nur zu Störungen im Magen-Darm-Trakt, auch die weitere körperliche Abwehrkraft kann geschwächt sein. Oft geschieht dies sogar, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen.

Die Darmflora ist die Gesamtheit der Mikroorganismen, die sich im Darm tummeln. Sie besteht aus einer speziellen Zusammensetzung von Hunderten von Bakterien und anderen Lebewesen. Sie entscheiden mit, ob ein Mensch sich wohl fühlt oder geschwächt ist. Ob der Darm in Balance ist, kann man durch eine Stuhlflora-Analyse herausfinden. Auch hierfür ist oft eine Darmspiegelung, in den meisten Fällen jedoch eine Stuhlprobe von Nöten.

Ob bei einer Krebsvorsorgeuntersuchung oder anderen Darmproblemen – vielen Patienten ist die Vorstellung einer Darmspiegelung so unangenehm, dass sie sich einer solchen Untersuchung nicht aussetzen wollen.

Stuhlprobenauffangbehälter

Auch die Alternative, die Stuhlprobe ist für Patienten, vor allem dann, wenn sie zu Hause eine Tiefspültoilette besitzen, unangenehm. Diese Erfahrung hat auch die Erfinderin Frau Dill gemacht und sich über eine Lösung Gedanken gemacht, die erst einmal etwas absurd klingt.

„Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, dann gibt es keine Hoffnung für sie.“ (Albert Einstein)

Unbenannt„Das Zitat passt perfekt zu meiner Erfindung, denn den Wenigen, den ich von meiner Idee erzählte, schauten mich als erste Reaktion reaktionslos und dann mit fragenden Augen an! Also berichtete ich ihnen euphorisch von dem Moment, als die Idee entstand.
Da ich seit drei Jahren sehr auf meine Gesundheit und Ernährung achte, wollte ich mit einer mikrobiologischen Darmuntersuchung einen Gesundheitscheck durchführen lassen. Genau dafür benötigt das Labor aber eine Stuhlprobe. Sofort kam mir meine Toilettensituation in den Kopf und wie ich das denn bei meinem Tiefspülbecken erledigen soll. Daher fragte ich bei der freundlichen Arzthelferin um ein entsprechendes Hilfsmittel nach. Diese wedelte aber gleich mit den Armen und meinte: „Das, was es gibt, brauchen Sie erst gar nicht verwenden, denn es würde sowieso reißen und eine Probeentnahme sei somit aussichtslos!“ ABER sie hätte einen super Vorschlag, ich soll mir doch eine alte Tupperware nehmen, sie mit Papier auslegen und darin mein Geschäft verrichten.
Erst war ich sprachlos, dann meine Idee geboren!“

Frau Dill hat sich gleich ans Werk gemacht und einen Stuhlprobenauffangbehälter entworfen, der die Stuhlprobenentnahme zukünftig stark erleichtert. Der patentrechtliche Behälter kann durch eine Schlaufe sicher um die Toilettenbrille gelegt werden. Der Stuhlgang kann hygienisch aufgefangen werden und nach der Entnahme hinuntergespült werden, ohne dass die Toilette verstopft. Das Material ist reißfest und wasserlöslich und damit wird auch die Umwelt nicht belastet. An der Papierschlaufe ist eine Perforation integriert, an dieser Stelle lässt sich das Material leicht einreißen. Auch die Entnahme von flüssigen Proben ist durch das reißfeste Papier möglich.

Durch den innovativen Stuhlprobenauffangbehälter wird die Entnahme bei Tiefspültoiletten einfacher. Denn gerade bei Tiefspültoiletten ist nicht nur die Entnahmen schwierig, die Probe ist oftmals durch chemische Reinigungsmittel im Wasser, wie etwa Klosteine, verfälscht.

Für die Vermarktung der innovativen Idee wird noch ein Unternehmen gesucht, das die Erfindung auf den Markt bringen möchte und die Stuhlprobenentnahme damit zukünftig erleichtert.

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Praktische Halterung für stille Örtchen

Posted in Aktuelle Erfindungen, Allgemeines on Oktober 11th, 2012 by madlen – Be the first to comment

Toilettenpapier

Toilettenpapier

In Deutschland gründete Hans Klenk 1928 die erste Toilettenpapierfabrik Deutschlands. Damals bestand eine Rolle aus rauem Krepppapier. Erst 1958 verbreitete sich das weichere und für die Haut angenehmere Tissue-Papier.

Das perforierte Toilettenpapier auf Rollen, wie wir es heute kennen, stammt aus dem späten 19. Jahrhundert.

Bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts schnitt man auch Zeitungen in kleine Blätter, lochte einen solchen Stapel an einer Ecke und hängte ihn mit einem Bindfaden an einem Nagel auf. Als Alternative gab es nach oben offene Holzkästchen, die an der Wand angebracht wurden und mit dem passend geschnittenen Zeitungspapier gefüllt wurden.

Toilettenpapierhalterung Zeitungspapier müssen wir in Deutschland glücklicherweise nicht mehr zurecht schneiden. Dafür haben wir ein allgemeines Platzproblem in Badezimmern. Oftmals weiß man nicht wohin mit den ganzen Toilettenpapierrollen. Ein findiger Tüftler hat sich für dieses Problem eine Vorratstoilettenpapierhalterung einfallen lassen.
Durch die Anbringung an der Wand, ist der Boden frei und es kann ohne großen Aufwand geputzt werden. Die Befestigung an der Wand ist nicht nur platzsparend für den restlichen Raum, sondern bietet zu dem die Möglichkeit, dass mehrere Rollen verstaut werden können.
Dies hat den Vorteil, dass immer genügend Toilettenpapier griffbereit ist. Zusätzlich werden die Rollen durch die Anbringung an der Wand schmutzschonend aufbewahrt und für Gäste ergibt sich kein unnötiges Suchen oder peinliches Fragen, nach einer neuen Toilettenpapierrolle.


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Das stille und saubere Örtchen

Posted in Aktuelle Erfindungen, Allgemeines on August 16th, 2012 by Imke – Be the first to comment

In der Epoche des Mittelalters war es üblich seine Notdurft auf der Straße zu verrichten. Auch das Nachtgeschirr wurde neben zahlreichen anderen Abfällen auf der Straße „entsorgt“. Die Geruchsbelästigung ist dementsprechend enorm gewesen. Ein Glück sind die heutigen Möglichkeiten für die Entsorgung und die hygienischen Standard weit weg von diesen mittelalterlichen Zuständen. Bis es jedoch dazu kam, wurden zahlreiche Verordnungen erlassen und Erfindungen ins Leben gerufen.
Bevor es künstliche Entsorgungssysteme gab, wurde auf die natürlichen Möglichkeiten zurückgegriffen. Um dem Gestank von vornherein zu vermeiden, wurden Städte oder Dörfer meist in Flussnähe errichtet, da diese die Möglichkeit gaben, den Schmutz recht einfach aus der Wohngegend zu befördern. Da mit den wachsenden Städten nicht an jedem Ort ein Bach vorhanden war, wurden bald künstliche Bäche, sogenannte Kanalisationen eingeführt, um den Gestank zu verringern und die hygienischen Umstände zu verbessern. Ausreichend war die Kanalisation an sich jedoch noch nicht, eine weitere Erneuerung musste her.

Quelle: wikipedia.de

Quelle: wikipedia.de

Somit war eine weitere Errungenschaft der Hygienemaßnahmen, von der wir heute noch profitieren: das moderne Wasserklosett. Den Grundstein legte der englische Erfinder Sir John Harington der 1596 das Wasserklosett erfand. Seiner Erfindung wurde bedauerlicherweise zu seiner Zeit nur wenig Beachtung geschenkt. Ein weiterer Engländer machte sich die Idee von Harington zu Eigen und hatte mit der Erfindung zwei Jahrhunderte später mehr Erfolg. Alexander Cummings ließ sich im 18. Jahrhundert das Wasserklosett patentieren. Seiner Erfindung nach war ein S-förmiger Siphon vorgesehen, welcher noch heute in gängigen Toiletten verwendet wird. Es hat den großen Vorteil, dass der Geruch eingefangen wird und nicht nach außen zurückdringt. In der Abflussöffnung bleibt Wasser zurück, das den Gestank einfängt. Joseph Bramah setzte das Patent in den kommenden Jahren um und eine der ersten funktionstüchtigen Toiletten war dank ihm geboren. Die Toilette war jedoch sehr teuer und nach heutigen hygienischen Maßstäben wäre sie sicher durchgefallen.
Erste Toilette

Quelle: wikipedia.de

Quelle: wikipedia.de


Der Mann der für die Einführung und Verbreitung der Toilette verantwortlich war, war kein Erfinder, sondern kann dem Gesundheitswesen zugeordnet werden. Sir Edwin Chadwick setzte sich ab 1833 für das Gesundheitswesen ein und zeigte einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen den unteren Schichten, der Wasserversorgung und dem Krankheitsvorkommen in England auf. Seine Ergebnisse sind noch heute in seinem Werk „Report from the Poor Law Commissioners on an Inquiry into the Sanitary Conditions of the Labouring Population of Great Britain” von 1842 nachzulesen. Zu seinen Forderungen gehörte die Stadthygiene zu verbessern, was vor allem die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung betraf. Nach den Choleraausbrüchen Mittel des 19. Jahrhunderts wurde somit verordnet, dass in jedes neu gebaute oder renovierte Gebäude eine Wasserkloset oder zumindest eine Aschegrube installiert werden musste.

Heute ist das Wasserkloset, dank diesen Erfindern und Politikern in Europa in jedem Haushalt vorzufinden. Seine Form hat sich im Laufe der Zeit verändert, meist sind es Flachspüler oder Tiefspüler. Auch wenn die heutigen Toiletten so gebaut sind, dass wenig Geruch entsteht, ist die Geschichte der Erfindungen rund um die Toilette lange noch nicht abgeschlossen. Einem Problem, welchem sich der Erfinder André Helminiak angenommen hat, führt auf einfache Art und Weise zu mehr Sauberkeit auf dem stillen Örtchen, so dass auch dem letzten Schmutz an den Kragen gegangen wird. Der Erfinder ärgerte sich darüber, dass die Ablauföffnung der Toilette meistens nicht kreisförmig ist, sie weist meist mindestens zwei Ecken auf. Schmutz lagert sich oft in den benannten Ecken ab und das Reinigen mit den handelsüblichen runden Bürsten ist sehr aufwendig. André Helminiak sieht demnach eine Bürste vor, die an einer Seite flach ist und Ecken aufweist, so dass sie komfortabel und ohne grossen Kraftaufwand jeden Winkel erreicht. Seine Innovation reiht sich in die Geschichte der Erfinder rund um das Klosett ein und ist mal wieder eine willkommene Verbesserung der hygenischen Standards!
Bild 1

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Toiletten der Zukunft

Posted in Allgemeines on September 12th, 2011 by madlen – Be the first to comment

Rund 2,6 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sanitären Anlagen und Abwassernetzen. Damit auch diese Menschen in den nächsten Jahren von der weltweiten sanitären Evolution profitieren können rief eine Stiftung den Wettbewerb „Reinvent the toilet“ ins Leben.
Gesucht wird eine Lösung, die billig, energieeffizient und umweltfreundlich ist. Die Kosten der Toilette dürfen 5 US-Cent pro Tag und Nutzer nicht überschreiten und sie muss ohne jegliche Stromzufuhr von außen funktionieren, sowie eine möglichst effektive Verwertung bzw Entsorgung der entstehenden Rückstände ermöglichen. Unter diesen strikten Vorschriften der Gates Foundation arbeiten derzeit acht Forschergruppen an der Neuerfindung der Toilette.

Futuristisches Toilettenkonzept, Quelle: https://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-71576.html

Futuristisches Toilettenkonzept, Quelle: https://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-71576.html

Eine der Ideen für eine potentielle Zukunftstoilette kommt von der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz. Das Team tüftelt an einem Prototypen, der mithilfe eines Membranfilters Urin und Feststoffe unverzüglich nach dem Geschäft trennt, um dann die flüssigen Bestandteile im weiteren Prozess soweit aufbereiten zu können, dass sie von dem Nutzer sogar zum Händewaschen genutzt werden können. Die festen Bestandteile hingegen sollen als Dünger genutzt werden. Das Problem der Stromversorgung wollen die Schweizer durch eine über das Gewicht des Benutzers gesteuerte Pumpe lösen, die das Wasser in einen über der Toilette befindlichen Speicher befördert. Alle weiteren Rückstände sollen dann zum Beispiel in auf Fahrrädern angebrachten Tanks zu zentralen Aufbereitungsanlagen befördert werden.

Doch die Konkurrenz schläft nicht: Der Zukunfts- Lokus des britische Teams Water Engineering and Development Centre der Universität Loughborough liefert nicht nur nutzbares Wasser, sondern auch noch wertvolles Brennmaterial. Innerhalb von Sekunden wollen die Forscher mit Hilfe hydrothermaler Karbonisierung jene Vorgänge nachbilden, die nach Millionen von Jahren auf der Erde zur Bildung von Braunkohle geführt haben. Die großen Mengen an Energie, die für das in einem Druckgefäß ablaufende Verfahren notwendig sind planen die Briten durch die Verbrennung der Exkremente zu erzeugen.

Doch diese Ideen werden zumindestens in ihrer Komplexität von dem Konzept der niederländischen Uni-Forschungsgruppe hochhaus übertroffen. Die wollen die Exkremente mit Hilfe von Mikrowellen zu Plasma erhitzen, um das dabei entstehende Synthese- Gas zur Betreibung einer Hochtemperatur Brennstoffzelle zu nutzen. Der Toilettengang würde somit Elektrizität erzeugen.

Für die Umsetzung all dieser visionären Gedanken will die Stiftung mehr als 40 Millionen Dollar in den Wettstreit investieren. Ob schlussendlich all diese Ideen funktionieren steht natürlich noch nicht fest und wird sich erst anhand von diversen Tests und Versuchen zeigen müssen. Doch unabhängig davon, ob die derzeitigen Konzepte der Wettbewerber aufgehen, müssen sie bereits im August nächsten Jahres ihren fertiggestellten Prototypen des Donnerbalkens 2.0 vorstellen. Dann will sich die Gates- Stiftung entscheiden, welches der Modelle serienreif gemacht und in den betroffenen Ländern installiert werden soll.

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Ohne Borsten!

Posted in Aktuelle Erfindungen on März 1st, 2010 by Brit – Be the first to comment

Mir wurde glaubhaft versichert daß die meisten Geistesblitze auf Toilette kommen. Mag sein. Aber daß sich etliche Erfindungen sich auch rund um das WC drehen, versinnbildlicht die Wichtigkeit dieses Ortes.
18663-elefanten-wc
Eine thüringische Firma entwickelte daher eine WC-Bürste ohne Borsten, die all die negativen Eigenschaften derjenigen mit Borsten, häßlicher, immer nasser Keimherd, Wasserspritzer, usw. nicht hat. Im Gegenteil.
WC-Cleaner
WC-Cleaner funktioniert wie ein Schaber bzw. die Blätter eines Scheibenwischers. Der Schmutz wird dadurch nicht weggebürstet, sondern über das mit Lamellen besetzte Profil abgestreift Der WC-Cleaner ist so konstruiert, dass der alle zugänglichen Bereiche einer Toilette inkl. Bogen, Rand und im Abflussbereich optimal erreicht und reinigt. Dieses minimiert die Keim-/ Bakterienverschmutzung. Nach dem Reinigungsvorgang wird der Cleaner kurz mit der Rückseite des Lamellenkörpers im Toilettenbecken abgeklopft. Die Wassertropfen perlen quasi ab und das lästige Nachtropfen wie bei herkömmlichen Bürsten bleibt aus. Das Resultat ist eine saubere und schmutzfreie Oberfläche des Lamellenkörpers.
WC-Cleaner-Funktion
Die Bürste? hält viel länger und bleibt immer schön sauber. Gute Idee!

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