Raufaserpflaster – Make-Up für die Wände

Bildquelle: baumwollputz-fair.de

Bildquelle: baumwollputz-fair.de

Aufgrund der günstigen Materialpreise und der relativ einfachen Verarbeitung von Raufasertapeten, gelten diese als am häufigsten verwendeten Wandbeläge in deutschen Haushalten. Darüber hinaus kann die Raufasertapete mehrfach überstrichen werden und so einen stets sauberen Eindruck aufweisen. Dennoch muss auch die Raufasertapete gelegentlich ausgebessert werden, da z. B. Dübellöcher, Risse, Fehlstellen, etc. geschlossen werden müssen, oder weil sich bei schlechter oder unsauberer Verarbeitung der Tapete die Tapetenstöße öffnen und so die einzelnen Bahnen trotz eventuellem Anstrich deutlich zu erkennen sind.

In der Praxis werden Risse oft mit Acryl-Dichtmasse geschlossen und anschließend überstrichen. Leider bleibt aufgrund der glatten Oberfläche der Dichtmasse der ehemalige Riss sichtbar und stellt einen optischen Mangel dar. Größere Fehlstellen müssen sauber ausgeschnitten oder gar ganze Tapetenbahnen entfernt und anschließend neu austapeziert werden. Hierbei bleibt die Ausbesserung aufgrund der scharfen Tapetenränder deutlich sichtbar und stellen ebenfalls einen optischen Nachteil dar. Ferner sind diese Ausbesserungsarbeiten mit einem vergleichsweise hohen Zeit- und Kostenaufwand verbunden.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung von Herrn Lenz ist es, die beschriebenen Fehlstellen auszubessern, ohne die Tapete austauschen oder zuschneiden zu müssen sowie den Zeitfaktor und die damit verbundenen Kosten deutlich zu senken. Mit dem Tapetenpflaster sind punktuelle Ausbesserungen sowohl für professionelle Maler, als auch für ungeübte Laien und Heimwerker leicht möglich.

Raufasertapeten sind wie folgt aufgebaut:
1. Eine Papierschicht als Auflage zur Wandfläche und als Träger des Kleisters.
2. Eine Papierschicht die mit eingestreuten Holzspänen, vorwiegend Fichtenholz, in gewünschter Körnung ausgestattet ist.
3. Eine Papierschicht als Deckschicht über den Holzspänen und Träger kommender Anstriche.

Aufbau des Pflasters
Das Tapetenpflaster besteht aus mindestens 2 Schichten Papier bzw. weicherem und dünnerem Zellstoff, zwischen denen die Holzspäne eingebracht sind. Die Ränder des Pflasters sind stark ausgefasert, um den Kontrast einer scharfen Stoßkante nach der Verklebung zu verhindern. Rückseitig ist Instantkleister in Pulverform aufgebracht das sofort mit Wasser reagiert. Das Pflaster soll es in verschiedenen Breiten, als Rollenware oder in Form einzelner, unterschiedlich großer Bögen in rechteckiger, runder oder ovaler Form zu kaufen geben.

Funktionsweise & Anwendung
Die Fehlstelle in der Raufasertapete wird mit Wasser befeuchtet. Über die Fehlstelle wird das Pflaster gelegt und wie eine herkömmliche Tapete angedrückt. Der Instantkleister reagiert sekundenschnell mit dem aufgebrachten Wasser und verklebt das Pflaster sofort. Bei der Verarbeitung ist darauf zu achten, dass das Pflaster über dir Ränder der Fehlstelle reicht und diese somit überbrückt und vollständig abdeckt. Nach der Trocknung kann das Pflaster mit der gleichen Wandfarbe gestrichen werden, die auf der übrigen Fläche verarbeitet wurde. Durch die stark ausgefaserten, dünnschichtigen Ränder und die geringere Schichtdicke des Pflasters, verschmilzt das Pflaster optisch mit dem Untergrund. Ein Übergang zu der intakten tapezierten Fläche ist nicht mehr erkennbar.

Post to Twitter Tweet This Post

Leave a Reply