3D-Druck verändert die Modewelt

Der Modedesigner Zac Posen hat mit Protolabs und GE Additive zusammengearbeitet, um anlässlich der diesjährigen Met Gala eine Reihe 3D-gedruckter skulpturaler Kleidungsstücke und Accessoires zu präsentieren. Auf der Met Gala wurden vier Kleider und ein Kopfschmuck mit 3D-gedruckten Elementen und Strukturen enthüllt und vom britischen Supermodel Jourdan Dunn sowie von den Schauspielerinnen Nina Dobrev, Katie Holmes, Julia Garner und der Bollywood-Ikone Deepika Padukone vorgeführt. Die gesamte Kollektion von Zac Posen wurde mithilfe internationaler Expertise von Protolabs im europäischen 3D-Druckzentrum in Feldkirchen bei München und den USA gedruckt.

Die Met Gala, eine jährliche Fundraising-Veranstaltung in New York City, bildete die Kulisse für die spannende Zusammenarbeit der drei Akteure. Der Modedesigner Zac Posen kollaborierte im Rahmen seiner Kollektion Zac Posen x GE Additive x Protolabs mit Fertigungsexperten von Protolabs und Konstrukteuren von GE Additive, um ein von natürlichen, in voller Bewegung erstarrten Objekten inspiriertes Design zu entwickeln.

Weltstars präsentieren 3D-gedruckte Mode

Eines dieser Designs, ein von der Schauspielerin Nina Dobrev getragenes transparentes Bustier, wurde von Protolabs in enorm hoher Qualität 3D-gedruckt. Das Bustier ist ein klar transparent gedrucktes Kleid. Die Innenseite ist perfekt auf die Konturen des 3D-Modells von Nina Dobrev zugeschnitten. Das Bustier besteht aus Somos Watershed XC 11122 Kunststoff und wurde auf einer SLA-Maschine gedruckt, dann von Hand poliert und klarlackiert, um ihm eine Glasoptik zu verleihen. Die gesamte Fertigung und Veredelung des Bustiers dauerte über 200 Stunden. Das Bustier, das Protolabs im europäischen 3D-Druckzentrum in Feldkirchen bei München herstellte, zeigt, welchen kreativen Einfluss der 3D-Druck bzw. die additive Fertigung auch auf den Modebereich hat.


Bild @Zac Posen: transparentes Bustier


@Zac Posen: Schauspielerin Nina Dobrev trug dieses transparente Bustier

Jourdan Dunn trug ein maßgeschneidertes Rosenkleid, bestehend aus 21 gedruckten Blütenblättern und einem Oberteil mit vorder- und rückseitigen Blüten. Die Blüten sind an einem modularen, von außen unsichtbaren, Käfig befestigt. Das Kleid wurde anhand eines 3D-Modells von Jourdans Körper gestaltet. Die Blüten bestehen aus Accura Xtreme White-Kunststoff und wurden auf einer Stereolithografie (SLA)-Maschine gedruckt. Sie sind grundiert und mit Twilight Fire Chromalusion veredelt, einem Farbwechsellack von DuPont für die Automobilindustrie. Gedruckt wurde das Kleid in einer der weltweit größten 3D-Druck-Einrichtungen bei Protolabs in North Carolina (USA). Die gesamte Fertigung und Veredelung des Rosenkleids nahm mehr als 1.100 Stunden in Anspruch.

Katie Holmes trug ein von Zac Posen maßgeschneidertes Kleid mit einem Palmenblätterkragen als Accessoire. Die perlmutt- und purpurfarbenen Palmenblätter bedecken die Schultern und sind am Kleid auf Höhe des Ausschnitts befestigt. Sie bestehen aus Accura 60 Kunststoff und wurden auf einer SLA-Maschine gedruckt. Die Kreation ist mit einem Pantone 8104C perlmuttglänzenden Purpurlack veredelt und hält das von Zac Posen maßgeschneiderte und farbig aquarellierte Tüllkleid auf Höhe des Schlüsselbeins. Gedruckt wurden die Palmenblätter bei Protolabs in North Carolina. Die gesamte Fertigung und Veredelung des Accessoires dauerte über 56 Stunden.

Julia Garner trug einen Kopfschmuck zu einem von Zac Posen maßgeschneiderten, ombrésilber- bis goldlaméfarbenen Kleid. Der detaillierte Kopfschmuck mit Weinblatt- und Beerenverzierungen wurde in einem Stück aus Polyamid 12 auf einer Multi Jet Fusion (MJF)-Maschine gedruckt und mit einer Beschichtung aus Messing veredelt. Gedruckt wurde der Kopfschmuck bei Protolabs in North Carolina. Die gesamte Fertigung und Veredelung dauerte über 22 Stunden.

Deepika Padukone trug ein von Zac Posen maßgeschneidertes Jacquard-Kleid in rosa Lurex mit aufgenähter Zac Posen x GE Additive x Protolabs-Stickerei. Die detaillierte, 408-teilige Stickerei besteht aus Accura 5530 Kunststoff und wurde auf einer SLA-Maschine gedruckt. Sie ist vakuummetallisiert, mittig mit Pantone 8081 C lackiert und außen an dem Modellkleid befestigt. Gedruckt wurde die Stickerei bei Protolabs in North Carolina. Die gesamte Fertigung und Veredelung nahm mehr als 160 Stunden in Anspruch.

Zac Posen erklärt: „Für Modeschöpfer ist die Met Gala einzigartig, weil sie das größte Mode-Event der Welt ist. In diesem Jahr toppen wir dieses hohe Niveau zusätzlich dadurch, dass wir mit GE Additive und Protolabs 3D-Kreationen entworfen haben, die mit normalen Stoffen nicht möglich sind. Für mich gehen Wissenschaft, Technik und Kunst Hand in Hand. Aus diesem Grund ist es für mich so wichtig, einer der ersten Designer zu sein, der die Möglichkeiten des 3D-Drucks in einer Mode-Kollektion ausschöpft.“

Daniel Cohn, General Manager von Protolabs in Deutschland, ergänzt: „An diesem spannenden Projekt zu arbeiten, war für uns alle bei Protolabs eine Freude. Der Vorteil bei der Nutzung unserer 3D-Druckservices bei einem Modeprojekt wie diesem ist, dass das Verfahren eine enorm kreative Freiheit erlaubt. Designer werden nicht mehr durch Fragen eingeschränkt, die ein traditionelles Herstellungsverfahren aufwirft, wie beispielsweise ‚Kann ein Stoff auf diese Form zugeschnitten werden?‘ oder ‚Behält dieses Teil seine Form auch unter der Belastung durch das Eigengewicht?‘. Wir haben es hier mit einem äußerst klaren Designprozess zu tun – vom Konzept bis hin zum physischen Teil.“

„Mithilfe des 3D-Drucks lässt sich die Komplexität von einzelnen Teilen stark erhöhen, während zugleich das Gewicht enorm reduziert werden kann“, so Daniel Cohn weiter. „Dies ist besonders im Rahmen des Trends hin zu einer stärkeren Individualisierung und Optimierung der Statik relevant, die wir sowohl in der Mode als auch in Branchen wie der Luft- und Raumfahrt sehen, wo die Gewichtsreduzierung einen essentiellen Bestandteil der Kraftstoffeinsparung darstellt.“

Die Met Gala stellt den Auftakt der jährlichen Modeausstellung des Costume Institute dar. Die diesjährige Ausstellung unter dem Motto „Camp: Notes on Fashion“ eröffnet am 9. Mai 2019 im Metropolitan Museum of Art in New York City in den USA.

Über Protolabs
Protolabs ist die weltweit schnellste digitale Quelle für individuell gefertigte Prototypen und Kleinserienteile. Das Unternehmen setzt modernste Technologien in den Bereichen 3D-Druck, CNC-Bearbeitung und Spritzguss ein, um Teile innerhalb weniger Tage herzustellen. Damit verschafft es Designern und Ingenieuren den Vorteil, ihre Produkte schneller denn je auf den Markt bringen und während des gesamten Produktlebenszyklus einen Service auf Abruf nutzen zu können. Weitere Informationen finden Sie auf protolabs.de.

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