Verspielte Toiletten

Die Japaner haben ihrem Ruf als Erfinder der kuriosesten Dinge mal wieder alle Ehre gemacht. Diesmal zielt ihr skurriler Einfallsreichtum auf das stille Örtchen des Mannes, das nach ihrer Auffassung eine dringende Überarbeitung nötig hat.
Kahle und weiße Urinale werden bald der Vergangenheit angehören und zukünftig bunten und technisch aufgemotzten Gaming-Pissoirs den Platz frei machen.
In die Oberflächen der neuartigen Gaming-Pissoirs sind Drucksensoren eingebaut, die auf den Urinstrahl der Benutzer reagieren. Auf einem kleinen Bildschirm, der auf Augenhöhe (für Japaner jedenfalls) eingebaut ist, kann der Spieler sehen, welche Wirkung sein Urinstrahl auf den Spielverlauf hat.
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Getestet werden verschiedene Spiele wie etwa „Graffiti Eraser“, bei dem der Nutzer virtuelle Graffiti wegspülen muss.
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Beim Spiel „Manneken Pis“, das nach der weltberühmten Brunnenfigur eines urinierenden Knaben in Brüssel benannt ist, wird das Volumen des kleinen Geschäfts gemessen, ein Spaß für Statistiker. Bei „Splashing Battle“ kann ein Pissoir-Benutzer seine Urin-Menge sogar mit der seines Vorgängers vergleichen (wenn der nicht per Fingerdruck pfuscht!). Nicht minder geschmacklos geht es beim Spiel „The North Wind and The Sun and Me“ zu, bei dem die Dauer der Pinkelpause bestimmt, wie hoch der Rock eines auf dem Display angezeigten Mädchens nach oben fliegt.
Auch deutsche Wirte wissen solche spielerischen Elemente seit vielen Jahren zu schätzen, weil die spielerische herausforderung die Trefferquote von Trinkern merklich erhöht. Der Kneipen-Klassiker ist das Fußballtor im Urinal, bei dem das pinkelnde Spielkind mit einem von der oberen Latte herabbaumelnden Ball möglichst viele Tore erzielen soll.
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Quelle: rautemusik.fm

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