“Erfindungen, Produkte und Design aus der DDR” in Zusammenarbeit mit dem DDR Museum Berlin

„Mangel macht erfinderisch“ – wer kennt ihn nicht, diesen Spruch – fehlt es am Nötigsten, erwacht der Erfindergeist. Zum eigenen Nutzen und dem der anderen entstehen neue Erfindungen aus einer Problematik heraus und werden so zum Produkt und sogar zum Designobjekt. Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden, es kann auch aus alten oder verbrauchten Gegenständen ein neues Produkt entstehen, wie zum Beispiel praktische Schlüsselromane, das Schweizer i-Täschli oder die farbenfrohen Poc-Bälle.

In der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) (1949-1990) waren viele Dinge oft Mangelware. Dementsprechend wurde auch viel improvisiert und erfunden. Viele Erfindungen erblickten nicht das Licht der Öffentlickeit, heißt, sie lagerten längst vergessen auf alten Dachböden oder in der ein oder anderen Schublade. Wenn sie dann einmal patentiert waren, dann landeten sie auch schon mal in staatlichem Besitz.

www.ddr-museum.de

In der DDR gab es zahlreiche Erfinder und Bastler. Vieles entstand zudem in der Freizeit: „Konstruktion von Antennenanlagen, um einen ungetrübten Westempfang zu haben bis hin zu Textilien, Fahrrädern, Autoersatzteilen und Küchengeräten… Um den Frauen die Arbeit in der Küche zu verkürzen erfand der Ernährungswissenschaftler Peter Kretschmer Mitte der 1960er Jahre „Tempo Bohnen“ und „Kuko Reis“ – nur noch kurz aufzukochende Fertigprodukte.“ (zum Weiterlesen) Widerum andere Erfindungen finden auch heute noch Verwendung wie verschiedene Artikel über das letzte DDR-Patent zeigen.

www.ddr-museum.de
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In Zusammenarbeit mit dem DDR-Museum in Berlin präsentiert der erfinderladen seit dem 1. März bis zum 31. Mai 2011 Erfindungen, Produkte und Design aus der DDR in einer Sonderaustellung in seinem Museum. Es werden praktische Dinge aus dem DDR-Alltag zu sehen sein- Gegenstände, die Sie vielleicht auch von zu Hause kennen oder neu kennenlernen. Einige Produkte kann man dann auch bei uns käuflich erwerben. Zum Beispiel den Klassiker unter den Eierbechern, einen schicken Bildband über DDR-Design Serienerzeugnisse und das neue -nach alter Rezeptur- aufgelegte Brausepulver „Brause-Plus“.

Peter Claussnitzer mit seiner Erfindung

Als besonderes Exponat haben wir einen alten DDR-Prototypen eines genialen Klappstuhls ausfindig gemacht, der mehrere Jahrzehnte auf einem Dachboden lagerte und in Vergessenheit geraten war. Dieser Klappstuhl ging leider nie in Produktion. Das fanden wir schade und aus diesem Grund haben wir mit dem Erfinder Peter Claussnitzer eine Kleinserie aufgelegt, die nun exklusiv im erfinderladen erhältlich ist. Dieser Klappstuhl, der sich zu einer Ebene zusammenklappen lässt und somit bei Nichtgebrauch einen sehr geringen Platzbedarf hat, könnte so in großen Mengen auf engstem Raum gelagert werden. Also, los geht’s! Lassen Sie sich von unserer Sonderausstellung in unserem „Museum für zukünftige Erfindungen“ überraschen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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