Elektrischer Kantenhobel vereinfacht die Arbeit

Rigips ist ein beliebtes Baumaterial. Seine praktischen Eigenschaften machen ihn seit Jahrzehnten zu einem der beliebtesten Baumaterialien. Vor allem die einfache Verarbeitung, sein geringes Gewicht und seine Feuerfestigkeit machen den Gipskarton für den Trockenbau unerlässlich, wenn man Wände sanieren oder einziehen möchte. Ein Erfinder möchte die Verarbeitung nun noch um einiges erleichtern.

Seinen Ursprung hat der Rigips nicht in Europa, sondern in den USA. Der Unternehmer und Erfinder Augustine Sackett hat den Gipskarton schon 1894 zum Patent angemeldet und es wurde unter dem Titel „Inside Wall Covering“ veröffentlicht und erteilt. Üblich war damals bei Wandarbeiten auf Holzbretter Gips aufzutragen, um eine ebene Fläche zu erlangen. Die Erfindung von Sackett, machte die teuren Holzbretter überflüssig. In einem Schichtsystem von Gips und Papier hat er Platten hergestellt, die direkt im Trockenbau verarbeitet werden konnten. Über 50 Jahre später hat ein deutsches Unternehmen die Produktion der Platten eingeführt und das Material wird seitdem unter dem Unternehmensnamen „Rigips“ gehandelt.

Elektrischer Kantenhobel soll die Verarbeitung der Gipsplatten erleichtern

GipskartonÜber 100 Jahre, nachdem die Erfindung gemacht wurde, gibt es nun eine neue Schutzrechtsanmeldung rund um den Gipskarton, die die Verarbeitung der Gipsplatten noch einmal um Einiges erleichtern soll. Üblicherweise werden die Platten in standardisierten Größen zum Bau geliefert und können dann in maßgerechte Stücke mittels eines üblichen Cuttermessers zerlegt werden. Bevor man sie weiterverarbeiten kann und aus ihnen eine Wand hochzieht, müssen jedoch die Kanten noch für die Spachtelmasse abgeschrägt werden. Das Abschrägen ist wichtig, da erst durch das Verspachteln die Übergänge fließend werden. Dieser Arbeitsschritt ist nicht nur mit einem erheblichen zeitlichen Aufwand verbunden, da die Beplankung von Wänden und Decken aufgrund des Brandschutzes oftmals sogar doppelt erfolgen muss, es ist auch körperlich ansprengend. Zudem kommt es durch den trockenen Gipsstaub schnell zu Hautreizungen, die sehr unangenehm sein könne.

Ein elektrischer Kantenhobel muss her
Unbenannt
Bisher gibt es auf dem Markt keine Geräte, die einem die Arbeit abnehmen könnten. Der Erfinder Herr Schon hat daher selbst eines erdacht: sein elektrischer Kantenhobel vereinfacht das Zuschneiden und Abfassen nun endlich effektiv. Das akkubetriebene Gerät besitzt neben der runden Schneideklinge eine Schneidevorrichtung, die in einem 45° Winkel die Rigipsplatte in nur einem Schritt mithilfe einer Führungsschiene, ohne großen Kraftaufwand bearbeitet. Hierdurch wird nicht nur ein optimales Ergebnis hervorgebracht, sondern gleichzeitig viel Zeit gespart und die Hände geschützt. Das Papier, das die Rigipsplatten umgibt, reißt nicht mehr ein und die Platte steht zur weiteren Bearbeitung direkt zur Verfügung. Die Drehgeschwindigkeit der Schneideklinge ist gering, damit eine Staubentwicklung zu vermeiden.

Da kann man nur hoffen, dass das Schutzrecht bald in die Realität umgesetzt wird, damit es Trockenbauern, Schreinern und Heimwerkern die Arbeit zukünftig erleichtert.

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