Hygenischer Auffangbehälter für das WC

Jährlich erkranken mehr als 64.000 Menschen an Darmkrebs in Deutschland. Damit gilt der Krebs als zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen und Männern.
Problematisch ist der Darmkrebs vor allem, da er im frühen Stadium keine Beschwerden hervorruft und damit lange unentdeckt bleibt. Bei ca. einem Drittel der Betroffenen geht Darmkrebs daher bedauerlicherweise tödlich aus. Mit regelmäßigen Vorsorge-Untersuchungen, wie etwa einer Darmspiegelung oder auch Stuhltests, kann die Krankheit frühzeitig erkannt werden und in 80-90 % der Fälle verhindert werden.

Der Darm – Schlüssel zur Gesundheit

Aber nicht nur bei der Krebsvorsorge gibt der Darm Auskunft. Nach aktuellen Forschungen wird seine Bedeutung als Immunorgan immer wichtiger. So steht heute fest, dass das körperliche Abwehrsystem und der Darm in enger Verbindung stehen. Ist die Darmflora nicht in Balance, kommt es nicht nur zu Störungen im Magen-Darm-Trakt, auch die weitere körperliche Abwehrkraft kann geschwächt sein. Oft geschieht dies sogar, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen.

Die Darmflora ist die Gesamtheit der Mikroorganismen, die sich im Darm tummeln. Sie besteht aus einer speziellen Zusammensetzung von Hunderten von Bakterien und anderen Lebewesen. Sie entscheiden mit, ob ein Mensch sich wohl fühlt oder geschwächt ist. Ob der Darm in Balance ist, kann man durch eine Stuhlflora-Analyse herausfinden. Auch hierfür ist oft eine Darmspiegelung, in den meisten Fällen jedoch eine Stuhlprobe von Nöten.

Ob bei einer Krebsvorsorgeuntersuchung oder anderen Darmproblemen – vielen Patienten ist die Vorstellung einer Darmspiegelung so unangenehm, dass sie sich einer solchen Untersuchung nicht aussetzen wollen.

Stuhlprobenauffangbehälter

Auch die Alternative, die Stuhlprobe ist für Patienten, vor allem dann, wenn sie zu Hause eine Tiefspültoilette besitzen, unangenehm. Diese Erfahrung hat auch die Erfinderin Frau Dill gemacht und sich über eine Lösung Gedanken gemacht, die erst einmal etwas absurd klingt.

„Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, dann gibt es keine Hoffnung für sie.“ (Albert Einstein)

Unbenannt„Das Zitat passt perfekt zu meiner Erfindung, denn den Wenigen, den ich von meiner Idee erzählte, schauten mich als erste Reaktion reaktionslos und dann mit fragenden Augen an! Also berichtete ich ihnen euphorisch von dem Moment, als die Idee entstand.
Da ich seit drei Jahren sehr auf meine Gesundheit und Ernährung achte, wollte ich mit einer mikrobiologischen Darmuntersuchung einen Gesundheitscheck durchführen lassen. Genau dafür benötigt das Labor aber eine Stuhlprobe. Sofort kam mir meine Toilettensituation in den Kopf und wie ich das denn bei meinem Tiefspülbecken erledigen soll. Daher fragte ich bei der freundlichen Arzthelferin um ein entsprechendes Hilfsmittel nach. Diese wedelte aber gleich mit den Armen und meinte: „Das, was es gibt, brauchen Sie erst gar nicht verwenden, denn es würde sowieso reißen und eine Probeentnahme sei somit aussichtslos!“ ABER sie hätte einen super Vorschlag, ich soll mir doch eine alte Tupperware nehmen, sie mit Papier auslegen und darin mein Geschäft verrichten.
Erst war ich sprachlos, dann meine Idee geboren!“

Frau Dill hat sich gleich ans Werk gemacht und einen Stuhlprobenauffangbehälter entworfen, der die Stuhlprobenentnahme zukünftig stark erleichtert. Der patentrechtliche Behälter kann durch eine Schlaufe sicher um die Toilettenbrille gelegt werden. Der Stuhlgang kann hygienisch aufgefangen werden und nach der Entnahme hinuntergespült werden, ohne dass die Toilette verstopft. Das Material ist reißfest und wasserlöslich und damit wird auch die Umwelt nicht belastet. An der Papierschlaufe ist eine Perforation integriert, an dieser Stelle lässt sich das Material leicht einreißen. Auch die Entnahme von flüssigen Proben ist durch das reißfeste Papier möglich.

Durch den innovativen Stuhlprobenauffangbehälter wird die Entnahme bei Tiefspültoiletten einfacher. Denn gerade bei Tiefspültoiletten ist nicht nur die Entnahmen schwierig, die Probe ist oftmals durch chemische Reinigungsmittel im Wasser, wie etwa Klosteine, verfälscht.

Für die Vermarktung der innovativen Idee wird noch ein Unternehmen gesucht, das die Erfindung auf den Markt bringen möchte und die Stuhlprobenentnahme damit zukünftig erleichtert.

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