Osmosekraftwerk – Grüner Strom aus Süß- und Salzwasser

Ein Osmosekraftwerk erzeugt Strom, indem es den Unterschied des Salzgehaltes zwischen Meer- und Süßwasser nutzt. In Norwegen, genauer in Tofte, wurde 2009 die erste Pilotanlage der Welt in Betrieb genommen. Nun suchen Forscher weltweit nach weiteren Standorten.

Foto: Statkraft, Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Foto: Statkraft, Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Funktionsweise eines solchen Kraftwerks ist einzigartig. Die Energie wird über das Osmoseprinzip gewonnen. Das Süßwasser und das salzige Meerwasser werden durch eine Membran getrennt. Wenn das Süßwasser durch die Membran strömt, um das Salzwasser auf der anderen Seite zu verdünnen, entsteht im Salzwasser ein Überdruck, der die Turbine antreibt und so Strom erzeugt.
Der praktisch unbegrenzt zur Verfügung stehende Rohstoff für die Anlage ist Süßwasser aus einem Fluss und Salzwasser aus dem Meer. Es wird zunächst gefiltert, damit das Herzstück der Anlage, die extrem feine Membran, nicht durch feine Schmutzpartikel verstopft. Das später verdünnte Salzwasser oder versalzene Süßwasser wird wieder ins Meer gepumpt.

Das größte Entwicklungspotenzial der Anlage steckt in den Membranen. Weltweit tüfteln Forscherteams an neuen Membrantechnologien.

Im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energien können Osmosekraftwerke kontinuierlich, d. h. rum um die Uhr, Strom liefern. Osmotisch erzeugter Strom ist eine saubere, erneuerbare Energie mit einem globalen Potenzial. Dennoch ist dieser Strom bis dato noch nicht wettbewerbsfähig.
Es wird wohl noch einige Zeit vergehen, bis es soweit ist. Doch grundsätzlich sind solche Kraftwerke ein positiver Beitrag zur angestrebten Energiewende.

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