Der Kernreaktor und sein Entdecker

Quelle: accademiatiberina.it

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Der 1938 mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Enrico Fermi gilt als einer der bedeutendsten Kernphysiker des letzten Jahrhunderts.

Bereits im Alter von 17 Jahren begann Fermi sein Physikstudium an der Universität in Pisa. Schon drei Jahre später beendete er sein Studium mit einer Promotion über die Röntgenstrahlung an Kristallen.
Nachdem er sich zunächst dem Themenspektrum der Festkörperphysik und der Quantenstatistik widmete, wandte er sich um 1934 der Experimentalphysik zu. Dabei gelang ihm die wichtige Entdeckung, dass durch Neutronenstrahlung ausgelöste Kernumwandlungsprozesse effektiver ablaufen als durch Bestrahlung mit Alphateilchen. Ein noch besseres Ergebnis der Ausbeute wird erreicht, wenn man die Neutronen zuvor noch stark abbremst.

Quelle: resourcesforhistoryteachers.wikispaces.com

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Im Rahmen der Neutronenbestrahlung von Uran, fielen ihm Veränderungen im Ausgangsmaterial auf. Er interpretierte dies irrtümlich als Kernumwandlung zu Transuranen. Später wurde dies widerlegt: tatsächlich handelte es sich hierbei um Kernspaltungen.

Aufgrund des Nationalsozialismus und dem jüdischen Hintergrund seiner Frau, emigrierte der Physiker mit seiner Familie 1938 in die USA, wo ihm am 2. Dezember 1942 im Kernreaktor Chicago Pile No. 1 erstmals eine kritische Kernspaltungs-Kettenreaktion gelang.

Er arbeite in der folgenden Zeit in dem geheimen Atom-Forschungslabor der USA und spielte eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und dem Bau der ersten Atombomben.

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