Plastiki

Vor einer knappen Woche stach die „Plastiki“ in der Bucht von San Francisco in See.
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Benannt in Anlehnung an Thor Heyerdahls „Kon-Tiki“, womit 1947 bewiesen wurde daß die Besiedelung Polynesiens sehr wohl von Südamerika aus stattgefunden haben kann. Heute geht es nicht um archäologische Themen, sondern wiederum ökologische. Ich möchte Euch nicht ermüden. Es ist das Brennthema weltweit, denn was soll der ganze Quatsch, wenn uns die Erde unter dem Hintern wegfault! Rothschild. Schwerer Name, mit schwerer Familientradition und noch schwererem Bankkonto. David Mayer de Rothschild, Nachfahre der britischen Linie und Ökologe baute einen Katamaran aus Plastikflaschen, die mit einem einem aus Cashewnüssen und Zucker entwickeltem Kleber zusammen gehalten werden.
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Die Reise soll etwa vier Monate bis nach Australien dauern. Dabei ist auch eine Expedition zum sogenannten Müllstrudel geplant. Dieser Müllstrudel im Pazifik hat die Ausmaße von Texas erreicht. Mit seiner Reise will er gegen die Belastung der Ozeane mit Plastikmüll demonstrieren. Der Müll stammt von den Abfällen der Schiffsbesatzungen. Auch Flüsse spülen große Mengen von Plastik in die Ozeane. Da sich diese Abfälle nicht zersetzen, sondern nur in kleinere Teile zerfallen, bilden sie eine große Gefahr für die Fauna der Meere. Über die Nahrungskette der Fische gelangen die Schadstoffe der Plastikteile auch wieder zum Menschen.
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Fast alles an der „Plastiki“, vom Bootsrumpf bis zum Segel, ist am Ende der Reise wieder verwertbar. Eine Welt ohne Plastik wird es nicht mehr geben, aber statt das Zeug zu verteufeln, sollten wir lernen, es zu benutzen und zu recyceln.

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