Mehr Zeit nach Organentfernung

Bild: blog.definitions-sache.de

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Bei Organspenden werden menschliche Organe zur Verfügung gestellt. Bezüglich Nieren und Leber sind Lebendspenden etablierte Praxis. Post mortem werden des Weiteren routinemäßig Herzen, Lungen und Bauchspeicheldrüsen verwertet.

Vor der Entnahme wird das Organ mit einer gekühlten Konservierungslösung gespült. Danach wird es einem Beutel mit Eis steril verpackt und in einer Box gelagert. Das Eis ist nötig, damit die Funktionsfähigkeit bis zur Implantation möglichst vollständig erhalten bleibt. Die für Organspenden spezielle Tragebox dient dazu, die entnommenen Organe schnellstmöglich zum Bestimmungsort transportieren zu können.
Das Zeitfenster zwischen Organentnahme bis zur Implantation sollte so klein wie möglich gehalten werden. In diesem Zeitfenster ist das Organ unterversorgt. Die Zeit der Unterversorgung ist die sogenannte Ischämiezeit. Dauert die Ischamie länger als vom Gewebe toleriert wird, oder ist das Maß der Minderversorgung so hoch das eine dauerhafte Gewebeschädigung droht, so wird dieser Zustand als kritische Ischämie bezeichnet.

Die jeweilige Ischämiezeit ist von Organ zu Organ unterschiedlich. Sie beträgt für das Gehirn wenige Minuten, für andere transplantierbare Organe wie Herz oder Nieren, je nach Kühlung, einige Stunden.

Es gilt also, dass Risiko einer Schädigung des Spenderorgans während des Transportes auf ein Minimum zu reduzieren und das Zeitfenster für den Organtransport beachtlich zu erhöhen. Herr Daiker hat ein System vorgesehen, welches die Ischämiezeit durch die Sauerstoffversorgung des Organs verlängert, wobei anfallende Sekrete gesondert gesammelt werden. Dadurch werden eine Unterversorgung des zu transportierenden Organs und eine einhergehende Gewebeschädigung vermieden. Eine weitere Besonderheit ist die Aufbewahrung des Organs in einer separaten Druckkammer in der das Organ mit einer Sauerstoffperfusion versorgt wird ohne dass Blut oder ein Oxigenator ( künstliche Lunge) dazu benötigt wird.

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