ORGANIC DISCO-WE WANT YOUR ENERGIE

Im September 2008 öffnete die erste Öko-Disko der Welt ihre Türen. Keine Sorge: Im Rotterdamer „Club Watt“ gibt es weder einen Birkenstock-Dresscode noch Müsli-Snacks. Es geht ums Feiern und – sogar mehr als in jedem anderen Club – ums Tanzen. Eine elektromechanische Tanzfläche gibt unter den Füßen der Tanzenden dank starker Federn ein paar Millimeter nach. Wie bei einem Fahrraddynamo wird diese Bewegungsenergie in Strom umgewandelt.0,,5332019_1,00
Je intensiver getanzt wird, umso stärker strahlen die Platten. Die erzeugte Energie reicht für die Beleuchtung und das Dj Pult. Der Club benötigt dank seines Nachhaltigkeitskonzepts bis zu 30 Prozent weniger externe Energie als eine herkömmliche Disko. Die Scheinwerfer bestehen aus LEDs. In den Urinalen ersetzt ein biologisch abbaubarer Ölfilm die Spülung und neutralisiert Gerüche. Regenwasser aus Zisternen auf dem Dach speist die übrigen Klos. An den drei Bars werden Getränke in recyclebaren Bechern gereicht, die nach Gebrauch nicht unter stetig fließendem Wasser, sondern in einem zentralen Becken gespült werden. In den Hallen sorgen Sensoren dafür, dass Lüftung und Kühlung erst ab einem bestimmten Belastungsgrad anspringen. Die Abwärme der Tänzer wird für die ansonsten unbeheizte Eingangshalle genutzt.
Russia Default Anniversary

In Berlin hat der Technoclub „Tresor“ das Konzept vom klimaneutralen Feiern aufgegriffen: Im vergangenen Januar fand dort die dritte „High Voltage“-Party statt, bei der sauber gefeiert wird. Die Veranstalter berechneten den gesamten CO2-Ausstoß des Abends und spendeten den entsprechenden Wert einem Klimaschutzprojekt, das soviel CO2 einspart, wie bei der Party freigesetzt wurde.

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