Faltbarer Fahrradhelm

Mit Origami lassen sich schöne Muster falten. Mehr als 1500 Jahre ist die traditionelle japanische Faltkunst alt, und langsam setzt sie sich auch in der Industrie in Europa durch.
– Ein Fahrradhelm kann Leben retten. Doch oft benutzen ihn die Radler nicht, weil er nach der Fahrt im Büro oder in der Bar schlecht zu verstauen ist. Johannes Mühlig-Hofmann hat dieses Problem mit einem Klick gelöst: Bei seinem Helm genügt ein Knopfdruck, und die Außenschale aus einem neuen, unbrechbaren Verbundwerkstoff passt auch ins Mappenfach des Schreibtischs. Kabuto nennt er diese Erfindung, so wie die Samurai einst ihre Helme nannten. Die Technik, die den Helm stabilisiert, Curved Folding, und flach wie einen Pfannkuchen macht, geht auf Origami zurück.
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Neu an diesem Helm ist auch sein Inneres. Ein Polsternetz passt sich der Kopfform an und füllt sich, wie eine Thermorest-Matte, von selbst mit Luft. Das Problem dabei: ein solches Material gibt es bislang nicht, es muss sowohl flexibel als auch stabil sein. Also tüftelt der Industriedesigner mit geschenkten Proben vom Gummiwerk Kraiburg an der richtigen Mischung. Dieser Helm verhalf seinem Erfinder nicht nur zu einem Industriedesigner-Diplom. Mühlig-Hofmann platzierte seinen Kabuto auch unter den ersten zehn deutschen Einsendungen beim James Dyson Award 2009

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