Ölverzehrende Bakterien

Ganz ehrlich, ich habe in den letzten Wochen vermieden Nachrichten über die Ölkatastrophe wahrzunehmen. Es machte mich zu wütend. Zu wissen BP (und den anderen Öl Konzernen) ist es letztendlich scheißegal, wenn die Umwelt vor die Hunde geht. Die haben noch nicht mal ein WORST-CASE-SZENARIO in der Schublade bei derartigen Katastrophen. Da stümpern sie rum, geben falsche Zahlen an die Medien, versuchen auf Schönwetter und am Ende ist alles noch viel schlimmer, als selbst im schlimmsten Fall.
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Jetzt zu den guten Nachrichten, die Natur reinigt sich selbst, es gibt „ölfressende“ Bakterien, schon immer, nicht erst seit Neuestem aus den Laboren. Wissenschaftler der Greifswalder Uni sammeln seit den 70er Jahren diese ölabbauenden Mikroorganismen.
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Zum Beispiel in der Nähe von Tankstellen – da, wo Benzin, Dieselkraftstoff, Öl auf den Boden getropft sind. Diese Mikroorganismen können relativ abbauresistente und wasserunlösliche Erdölkohlenwasserstoffe abbauen. Sie können diese Kohlenwasserstoffe in leichter umsetzbare und umweltfreundlichere Zwischenprodukte und schließlich in Kohlendioxid und Wasser überführen. Schlechte Nachricht: um effektiv zu arbeiten brauchen diese Bakterien extra Nährstoffe. An Land, bei Erdölbohrungen usw. ist das machbar und vor allen Dingen zu kontrollieren. Im Meer jedoch wird es schwierig. Allerdings teilen sich da dei Meinungen. Einige Institute denken daß die Erforschung schon weit genug ist, um die Mikroorganismen effektiv einzusetzen, andere sind eher skeptisch und plädieren für weitere, sicherere Forschungsergebnisse. Einig sind sie sich jedoch, daß bei DER momentan austretenden Menge im Golf von Mexico, jegliche Mikroorganismen überfordert sind und generell der Ölsprudel gestoppt werden muß, um überhaupt an eine Reinigung irgenwann denken zu können.ol2_BM_Bayern_Golf_1108120p

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