Revolutionärer Pflegestuhl

Wie schwer die Pflege eines Schwerkranken ist, können nur diejenigen ermessen, die familiär oder beruflich tagtäglich damit umgehen. Christen Halter weiß es, der Vater des 27-jährigen Designers hat seit 20 jahren Parkinson. Grund genug für das Thema seiner Diplomarbeit: Entwicklung eines Pflegestuhls, der Rollstuhl, Liege und Patientenlifter in einem vereint.
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Dafür gab es Lob und Anerkennung von Betroffenen und ihren Familien und drei kleinere Förderpreise in der Gesamthöhe von 7000 Euro und ist Mitfinalist des international renomierten James Dyson Award Design-Preis 2009. Wäre der von Christen Halter konzipierte Pflegestuhl schon im Handel und in Betrieb, ginge es vielen pflegenden Angehörigen und professionellen Pflegekräften mit berufsbedingten Kreuzschmerzen sicherlich besser. Denn seine Kombination aus Rollstuhl, Liege und Patientenlifter würde ihnen helfen, ihre Kräfte beim Bewegen eines starren Körpers zu schonen, vielleicht könnte manchmal sogar auf einen zweiten Helfer verzichtet werden. Außerdem macht der Pflegestuhl die Patienten unabhängiger von fremder Hilfe.
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Christen Halter hofft, dass sich auch die Industrie für den Pflegestuhl interessiert und bereit ist, die Kosten für die nötige Überarbeitung bis zur Serienreife zu übernehmen. Sein Pech ist die Finanzkrise, die viele Unternehmen von Investitionen abhält. Immerhin sorgen die Anerkennungspreise wegen des damit verbundenen Medienechos dafür, dass der Pflegestuhl nicht in Vergessenheit gerät.

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