Putzmittel aus Efeu

Beim Wettbewerb „Jugend forscht“ stellten junge Tüftler ihre Erfindungen vor. Einige von ihnen gehen demnächst in Serie. Johanna Pügge und Christopher Mattheus, zwei Mecklenburger Schüler hatten die Idee, einen ökologischen, hautverträglichen und zudem ökonomisch sinnvollen Reiniger aus Efeu herzustellen. EFEA.
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Dazu führten sie eine Vielzahl verschiedenster Experimente entlang der gesamten Herstellungskette durch, angefangen von der Trocknung der Blätter und der Extraktion der waschaktiven Substanzen (Saponine) über die richtige Zusammensetzung des Reinigers bezüglich seiner Wirksamkeit bis hin zur Wirtschaftlichkeit. Selbst über die Vermarktung und das Design eines entsprechenden Reinigers machten sich die Schüler Gedanken. Für diese herausragende Arbeit wurden sie mit dem mit 1.500 Euro dotierten Bundespreis für „Nachwachsende Rohstoffe“ gewürdigt. Ein Firma aus Saßnitz bei Rostock will das Putzmittel auf den Markt bringen. Es soll in Reformhäusern und „Karl’s Erdbeerhof“ verkauft werden. Eine andere Erfindung, die Barkepper arbeitslos machen könnte, ist die Cocktailmaschine von Tim Meinhardt (20) und Axel Utech (19). Ihre Maschine stellt ohne Hilfe Zutaten zusammen, schüttelt und gibt Eis dazu. Zehn Rezepte beherrscht sie derzeit, bisher alle für alkoholfreie Drinks. Automatisch saust ein Cocktailshaker in der schrankgroßen Apparatur hin und her, die eher nach Spitzenforschung als nach Bar aussieht.
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Damit gewannen sie im März den Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ – und am vergangenen Wochenende noch den Sonderpreis beim Bundesausscheid in Essen. Und.. Barkepper können aufatmen, eine Serienproduktion ist damit nicht geplant.

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