RFID-chips von der Rolle

Ein RFID (Radio Frequency Identification) Chip ist ein winzig kleiner Computerchip, welcher mit einem Draht versehen ist. Dieser Draht dient als Antenne. Der Chip wird mehr und mehr in Konsumgüter, Verpackungen, Etiketten und eben auch in Pässe und Identitätskarten eingebaut und ist für den Konsumenten unsichtbar.(ab 1.11.2010 auch in Deutschland!) Er funktioniert ohne Batterie per Funk. Er dient zur Identifizierung mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen. Diese RFID-Chips verbreiten sich inzwischen überall und unsichtbar in unserem Leben.
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Sie sind u.a. zu finden in: Eintrittskarten, Fahrkarten, Verpackungen aller Art, Konsumgütern wie z.B. Bücher, Kleidung, Möbel, Geldscheinen etc. Die Liste lässt sich endlos erweitern. Durch die winzige Grösse kann der Chip praktisch überall unbemerkt angebracht werden. Der Chip wird bisher in Siliziumtechnologie gefertigt, die bedeutet noch relativ hohe Herstellungskosten. PolyIC, ein Joint Venture von Siemens und des Folienherstellers Leonhard Kurz, produzieren Testläufe mit RFID-Funketiketten auf Kunststoffolie. Eine Alternative zur derzeit konkurrenzlosen Siliziumtechnologie. Preiswert, robust, flexibel. Sie soll dort zum Einsatz kommen, wo Masse wichtiger ist als Rechenleistung, in Etiketten, die die Echtheit eines Produkts bestätigen. In Sensoren, die messen, ob bei Lebensmitteln die Kühlkette unterbrochen wurde. In zwei bis drei Jahren soll diese Massen Herstellung der RFID Chips von der Stange gehen.

Möchten wir über unsere Frühstücksmilch geortet werden, oder unsere Eß-und Konsumverhaltensdaten gespeichert werden? Dafür verzichte ich lieber auf RFID-Produktinformationen. Denn Die Frage ist, wohin soll diese Technologie genau gehen. Um Bürgerfreundlichkeit oder Produkttransparenz wird es wohl kaum gehen…

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