Brillenkino

Das private Kino im Nasenfahrrad – die Idee ist so plausibel wie das persönliche Lauschen mit einem Kopfhörer: Statt im Flugzeug oder in der Bahn das winzige Anzeigefensterchen eines Multimedia-Players zu fixieren, um dort mühsam das Treiben von Hollywood-Akteuren in Ameisengröße zu verfolgen, lässt man den Blick in die imaginäre Weite schweifen und wähnt sich vor einer Leinwand – oder doch wenigstens vor einem virtuellen Großbildschirm.
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Jetzt greift Carl Zeiss die Idee noch einmal auf, unter dem Namen Cinemizer und unter etwas anderen Vorzeichen: Die Zeiss-Sehhilfe ist speziell auf videotaugliche iPod-Modelle als Bildquelle zugeschnitten. Drei Versionen dieser Taschenspieler-Familie, die iPods Nano, Classic und Touch, sowie das kongeniale iPhone können bewegte Bilder im Raster 640 × 480 Pixel speichern. Das entspricht der Auflösung des amerikanischen Analog-Fernsehens NTSC, steht also für eine etwas geringere Detailtreue als das hiesige PAL-Fernsehen. Die beiden winzigen LCD-Schirme in der Zeiss-Brille geben exakt dieses Raster wieder und versprechen somit eine durchaus beachtliche Feinzeichnung – nur eben nicht in Scheckkartengröße, sondern in Darstellungen, die zwei Meter vor der Nase zu schweben scheinen und ein virtuelles Diagonalmaß von mehr als einem Meter haben.
Carl Zeiss Cinemizer plus
Auch für das heimatliche Entertainment, wie Spielekonsole Playstation 3, zu gebrauchen. Über ein Kabel ist die 3D-Brille mit anderen mobilen Geräten kompatibel; Voraussetzung ist ein Videoausgang am Gerät. Der Einsatz am heimischen DVD-Player ist ebenfalls möglich.
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Aber dann ebenfalls im silbernen Catsuit, wenn schon-denn schon!

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