Geheimschrift die LEBT

Forscher der Tufts University in Massachusetts haben die bis dato herkömmliche Geheimtinte neu definiert. Seit Jahrtausenden lassen sich Menschen die merkwürdigsten Sachen einfallen, um Botschaften geheim und vor unliebsamen Augen verborgen zu überbringen. Da wurden dann u. a. Botschaften unter die Haare tätowiert.
Im 5. Jahrhundert waren einige weise Köpfe den bis dato herkömmlichen Übermittelungsmöglichkeiten von Geheimbotschaften überdrüssig und erfanden eine aus Zitronensaft bestehende Geheimtinte. Mit Geheimtinte verfasste Nachrichten verfärbten sich durch Wärme oder chemische Stoffe bräunlich und konnten anschließend entziffert werden. Lang, lang ist’s her.

Quelle: gak-bremen.de
Quelle: gak-bremen.de

Heutzutage, gehen Wissenschaftler mit der Zeit und machen sich u. a. Bakterienstämme für die Übermittelung von Geheimbotschaften zu nutzen. Die Forschergruppe um den Chemiker David Walt nutzen hierfür gewöhnliche Escherichia-coli-Bakterien.

Quelle: vermicon.com
Quelle: vermicon.com

Die Forscher der Tufts University in Medford, Massachusetts, haben das Erbgut der Mikroben verändert, was dazu führte das diese fluoreszierende Proteine anfingen zu produzieren die unter UV-Licht leuchten. Fairerweise muss man aber erwähnen, dass die Leuchtgene ursprünglich von bestimmten Quallen stammten.
Insgesamt handelt es sich um sieben Bakterienstämme die jeweils in einer unterschiedlichen Farbe leuchten. Dadurch werden die Bakterien zur lebenden Tinte, mit der tatsächlich Geheimbotschaften geschrieben werden können.

Mittlerweile haben die Forscher ein eigenes Kodierungssystem erfunden, dass aus 49 verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten generiert wird. Damit wird das Alphabet, die Zahlen von Eins bis Neun sowie einige Symbole abgedeckt.
Die genetische Veränderung bstimmt nicht nur die Farbe der Bakterien, sondern ebenso welcher Nährboden zum wachsen geeignet ist. Das garantiert eine noch sichere Verschlüsselung.

Foto: Manuel A. Palacios
Foto: Manuel A. Palacios

Leider werden wir nie wirklich erfahren wann die lebende Geheimschrift erstmalig zum Einsatz kommt, da sie, aller Wahrscheinlichkeit nach, eher für Regierungen und andere hochrangige Institutionen bestimmt ist.

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