„nanofair“-der Osten blüht im Kleinsten

Das DRESDEN-concept ist eine weltweit einmalige Allianz der vier großen institutionellen Forschungseinrichtungen Fraunhofer, Helmholtz, Leibniz, sowie der TU Dresden. Dresden ist eine Stadt der Wissenschaft mit einem lebendigen Netzwerk aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die sich hier im „Silicon Saxony“, dem größtem Mikroelektronik-Cluster in Europa angesiedelt haben. Hier existiert die größte Forschungslandschaft im Osten Deutschlands mit zehn Hochschulen, darunter die TU Dresden, die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW), zwölf Fraunhofer-Einrichtungen, fünf Leibniz-Instituten/Einrichtungen und drei Instituten der Max-Planck-Gesellschaft.
nanofair-2010_phpWBsEZp20100705141750
Daher fand dieses Jahr die internationale Nanotechnologiemesse „nanofair“ in Dresden statt. Die Aussteller präsentieren dort Tüfteleien aus einer Materialwelt, in der die kleinsten Strukturen nur wenige Nanometer dünn (von griechisch „nanos“ = Zwerg) groß sind – und oft verblüffende Eigenschaften entwickeln. So berichtet Prof. Gianaurelio Cuniberti von der TU Dresden über ein neuartiges Mikroskop, das sowohl einzelne Atome wie auch ganze Moleküle gezielt bewegt. Damit will er dem Geheimnis der „Autoassemblierung“ auf die Spur kommen, der Fähigkeit zwergischer Teilchen, sich wie von allein zu nützlichen Strukturen zusammenzufügen.
namos_intro_stm3
Nanotechnologie in der Praxis präsentiert derweil die Dresdner Firma Creavac. Deren Vakuumbeschichter spucken glänzende Weihnachtskugeln wie Goldene Schallplatten gleichermaßen aus: „Indirekt waren wir sogar schon für Hollywood tätig“, berichtet Entwicklungschef Tobias Müller. Selbst ganze Badewannen und Toiletten seien mit Anlagen der 1998 gegründeten 87-Mann-Firma vergoldet worden.

Interessant auch der Erfindungsgeist zweier Hallenser Chemikerinnen: Sie gründeten das Mini-Unternehmen „SmartMembranes“, das nanotechnologische Filter entwickelt. Die sind so fein, dass sie sogar Viren (um die 25 bis 50 Nanometer) und noch feinere Fremdkörper aus Wasser, Kosmetika und anderen Substraten heraussieben.

Die „Nanofair“ findet bereits zum achten Mal statt und wurde ursprünglich von Dresden, Karlsruhe und Straßburg gemeinsam ausgerichtet. Inzwischen haben die Dresdener die Organisation komplett übernommen.

Post to Twitter Tweet This Post

Schreibe einen Kommentar