Wasser marsch!

Die Feuerwehr ist eine der ältesten Institutionen der Menschheit. Bereits im Römischen Reich, in dem sich größere Städte wie Rom bildeten, waren organisierte Feuerlöscheinheiten vonnöten. Rom wuchs innerhalb kurzer Zeit vom kleinen italienischen Dorf zu Millionenstadt heran, was zu Folge hatte, dass innerhalb kürzester Zeit viele Häuser entstanden. Diese reihten sich meist dicht an dicht und auch die Straßen waren im Verhältnis zu heute nicht sehr breit. Zudem bestanden die Baumaterialen zum Teil aus Holz, was das Übergreifen von Feuer bei einem Brand nahezu heraufbeschwörte. Ganze Stadtteile von Rom branden dutzendfach nieder. Daher wurde vor über 2000 Jahren eine erste Feuerwehr mit 600 Mann ins Leben gerufen.

Feuerwehr Nürnberg 1661

Auch im Mittelalter war ein Brandschutz in den Städten in Europa üblich. Da die meisten Häuser innerhalb der schützenden Stadtmauern errichtet wurden, standen sie mal wieder auf engsten Raum. Allerding waren nun die Gemeinden verpflichtet für einen Brandschutz zu sorgen. Zünfte, Nachtwachten und bald auch die sogenannten Feuerknechte standen stets im Falle eines Brandes bereit, um einzugreifen. Im 17. Jahrhundert entstanden die ersten Berufsfeuerwehren, da es trotz Vorsichtsmaßnahmen immer wieder zu Großbränden in den europäischen Städten kam.


Trotz Professionalisierung war die technische Ausrüstung der Feuerwehren vor der Industriealisierung noch recht mittelalterlich. Sie bestand aus Leitern, Eimern und Einreißhaken. Es dauerte bis Ende des 19. Jahrhunderts., dass Feuerspritzen (Handpumpen) entwickelt wurden. Diese wurden auf den Löschwagen von Pferden oder der Löschmannschaft zur Einsatzstelle gezogen. Eine Innovation, die das Löschen vereinfachte, jedoch ohne eine andere Erfindung nicht entstanden wäre: dem Löschschlauch. Dieser ist seit dem 17. Jahrhundert bekannt und bestand einst aus vernietetem Leder. Mit den Löschschläuchen konnte schneller reagiert und gezielter gelöscht werden. Zudem überbrückte er den Weg vom Löschwagen zum Brand und kein Wasser ging verloren. In sogenannten Schlauchtürmen wurden die Schläuche nach dem Einsatz getrocknet, da das Material dieses nötig machte.

Quelle: feuerwehrmuseum-sh.de Foto: FMSH
Quelle: feuerwehrmuseum-sh.de Foto: FMSH

Heute ist die Technik bei der Feuerwehr weit vorangeschritten. Jedoch gibt es immer noch Erfindungen, die die „Schnelligkeit“ und „ Schlagkraft“, zwei wichtige Grundsätze für das unverzügliche Einleiten wirksamer Hilfe bei der Feuerwehr, verbessern. So hat der Erfinder Herr Schellhorn mit seiner patentierten Erfindung auch einen Beitrag geleistet. Seine neuartige Schlauchtrommel verdoppelt die Aufnahmekapazität von Schläuchen auf der Trommel nahezu. Dies geschieht mit Hilfe einer 4-Rohr-Konstruktion, in die die Verbildungselemente der Schläuche eingelegt werden können. Beim Aufrollen der Schläuche verschwinden die ersten Schlauchkupplungen zwischen den 4 Rohren.

Schlauchtrommel
Schlauchtrommel

Durch dieses Prinzip kommt es zu keiner Unwucht beim Abrollen. Ein sicheres und schnelles Abrollen ist somit bei einem Feuerwehr-Einsatz gewährleistet und Transport- und Verstauungsprobleme gehören der Vergangenheit an.

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